Do

13

Mai

2010

Welcome to Jordan

Ich weiß, ich schulde Euch noch den Schluß der Rallye.

Wir sind am nächsten Morgen recht früh vom Krankenhaus gestartet, alles war noch verschlafen, wir bekamen nur müdes HInterherwinken. Aber auch wir waren müde. Auf dem Weg zur Grenze sahen wir viele Militärstellungen mit Geschützen, Kasernen, etc. Jetzt wurde uns klar, warum man uns so ungewöhnlich skeptisch beäugt hat. Die Grenzformalitäten in Syrien gingen wieder korrekt von statten, dennoch dauerten sie ca. 2 Stunden. Im gegensatz zu letztem Jahr, kamen die Teams langsam eingetrudelt, was die Sache etwas entzerrt hat. Ich könnte einige Seiten nur über die Grenzbeamten schreiben, es ist schon faszinierend, wie in diesen Ländern der Amtsschimmel noch wiehert.

Auf jordanischer Seite wurden wir dann sehr freundlich empfangen. Ein Kamerateam war vor Ort und hat nicht nur unsere Ankunft gefilmt, sondern auch wie wir die Festzeltgarnitur rausgeholt, aufgebaut, Kaffee gekocht und gefrühstückt haben. Völkerkundliche Studien fürs jordanische Fernsehen.

Die Formalitäten werden an der Grenze größtenteils vom jordanischen Organisationskomitee erledigt, so dass wir gemütlich warten konnten.

Dann endlich: welcome to Jordan.

Wir wenden uns direkt Richtung Irbid um das SOS Kinderdorf zu besuchen. In der Innenstadt holen wir Geld und fragen nach der Einrichtung, sie ist fast jedem bekannt. Wir finden das Dorf dann auch zügig und fahren gespannt durch die Einfahrt. Ein freundlicher Herr winkt uns zu parken und reinzukommen: Nein, er könne kaum Englisch, aber in der Rezeption werden wir erwartet. Stimmt, wir wurden ebenso gespannt erwartet, wie wir gespannt auf den Besuch waren. Lina Mola, unsere Ansprechpartnerin ist nationale Leiterin von SOS KD und hat uns angekündigt. Wir bekommen Tee und erklären nochmals, warum wir hier seien. Dass wir Spenden von Freunden, Familie und auch Firmen hätten, die wir übergeben wollten um es den Kindern direkt zukommen zu lassen. Man ist so offen, freundlich und herzlich mit uns, es ist wirklich toll. Man hat sich auch schon ein Programm für uns ausgedacht. Zuerst bekämen wir eine Führung durchs Dorf, dann sollten wir uns zwei Häuser anschauen und mit den Müttern und noch nicht schulpflichtigen Kindern reden können, die anderen Kinder kämen dann so langsam eingetrudelt. Und dann sollten wir in einer Familie einige Geschenke überreichen und mit allen Mittag essen.

Das Dorf ist sehr sauber und gepflegt, alle nett und freundlich. In kleinen Grüppchen kommen inzwischen Kinder von der Schule - Jungens und Mädchen getrennt - und kommen immer gleich zu uns um Hallo zu sagen. Uns fällt das herzliche fast liebevolle Verhältnis auf, dass die Kinder mit den Verwaltungsangestellten und dem Direktor haben - das war der nette Herr vom Anfang. Die Mütter der Familien sind sehr selbstbewusst, gebildet und von einer Liebe den Kindern gegenüber, dass wir ganz gerührt sind. Das gemeinsame Mittagessen ist so lustig und unkompliziert, wie es nur mit (relativ) unbeschwerten Kindern geht. Wir haben einige Geschenke dabei, und Tina gibt dem Kleinsten Straßenmalkreide. Der freut sich tierisch, da er glaubt, es seien Süßigkeiten. Die Freude wird dann aber noch größer, als er entdeckt, was es tatsächlich ist. Er bemalt mit Hilfe der anderen kleinen Geschwister die Wand, den Teppich und irgendwann dann auch die Hose der Mutter. Es ist ein großes Pallaver mit viel Freude und Fröhlichkeit. Wenn den Kindern auch ihre eigenen Eltern fehlen, so wird hier dennoch versucht ihnen den bestmöglichen Start in ein erwachsenes Leben zu geben. Wir sind tief beeindruckt und berührt.

Nur schwerlich können wir uns losreissen, doch wir müssen weiter. Heute abend sollen wir noch ganz im Süden von Jordanien in's Wadi Rum zu einer Geschicklichkeitsprüfung. Wir rauschen an Amman vorbei Richtung Süden. Die Sicht ist schlecht, es geht ein starker Wind und der Sand ist aufgewirbelt und hängt in der Luft. Im Wadi Rum gibt es sogar richtigen Sandsturm wie wie später erfahren. Vom sogenannten Kings Highway geht ca. 40 km vor Aqaba die Teerstraße nach Wadi Rum. Laut Roadbook wird uns die Wüstenpolizei ca. 60 km vor Wadi Rum ableiten, so dass wir auf "anspruchsvollen Wüstenpisten" zum Camp fahren. Es wird so langsam dunkel und wir beschließen, dass wenn keine Wüstenpolizei dasteht, wir es nicht auf eigene Faust versuchen werden, sondern die Teerstraße nehmen. Die Wüstenpolizei steht da, leitet uns ab und im letzten Tageslicht rumpeln wir über die Piste. Es macht richtig Spaß. Wir fahren vorsichtig, wenn es steinig ist, lassen unsere Knochen vom Wellbleich durchschütteln, und wenn weiche Sandstellen kommen, kommt man mit Gas ganz gut durchgeschlittert - in der Hoffnung keinen Stein zu treffen. Immer wieder stehen Schilder der Rallye, so dass wir uns nicht verfahren können. Hinter uns sehen wir Scheinwerfer von Teams und irgendwann auch Rücklichter von vorausfahrenden, dann Warnblinker?

Direkt auf der Piste hat sich ein dicker BMW eingegraben, wir halten dahinter und Rosinante steckt auch fest. Zuerst also den BMW mit gemeinsamen Kräfen Flott machen, dann Rosinante, Esmeralda kommt mit ihrem Allrad eh durch. Jetzt sehen wir immer mehr Autos, die links und rechts der Piste versucht haben vorwärts zu kommen und sich engebuddelt haben. Und irgendwann ist dann Schluß. Eine Autoschlange von ca. 500 Metern steht vor einer Weichsandstelle durch ein kleines Wadi - dort herrscht Chaos. Autos stehen kreuz und quer und sind bis zum Bodenblech im Sand versunken. Es ist stockfinster, wir bleiben wie die meisten stehen, bauen die Zelte auf und beschließen die Weiterfahrt bei Tageslicht fortzusetzen. Die Bierreserven werden aufgebraucht, dann noch eine Flasche Wein geköpft. Mehrfach kommt die Wüstenpolizei durch, es sei viel zu gefährlich hier zu campieren, wir sollten unbedingt weiterfahren. Ist das denn nicht gefährlich, als Wüstenlaie bei Nacht durch Weichsandfelder und über Pisten zu rumpeln, und das auch noch alkoholisiert. Jetzt kommen die Jungs schon alle paar Minuten und die ersten geben auf: wenn die hier ständig vorbeikommen, dann können wir sowieso nicht schlafen. Einer von einem Rallyeteam hat wenige Meter entfernt einen schönen großen Skorpion fotografiert: Tina ist davon überzeugt, dass wir weiterfahren sollten. Also gut, wir brechen das Camp ab und nähern uns der Weichsandstelle. Man kann nur einzeln durch und sieht fast nichts, und so werden wir hier getrennt. Die Schweizer stehen weiter vorne und scheinen gut durchzukommen. Auch wir sind frohen Mutes. Vor uns brettert ein alter Mercedes-Transporter. Wir warten eine halbe Minute und dann geht es Vollgas in den Sand. Es läuft super, doch da steht ein Audi Quattro im Weg, der Transporter hat versucht seitlich vorbeizukommen und steckt ebenfalls, ich versuche mit Vollgas zwischen Transporter und einem großen Felsen durchzukommen da geht die Mercedestür auf. Schluß. Wir stehen. Anfahren, zuerst vorsichtig rückwärts dann vorwärts, nichts geht, obwohl wir kräftig Luft aus den Reifen gelassen haben. Die Polizei schleppt mit einheimischen Fahrern raus was geht. Wir finden unseren Abschlepphaken und lassen uns anhängen - nichts geht. Ein einheimischer Fahrer versucht es ebenfalls, jetzt sind wir komplett versandet. Jetzt widmet man sich zuerst den leichteren Fällen. Dann lässt Rosinante die letzten Zehntelbar aus den Reifen, von vorne zieht ein Jeep, von hinten schiebt einer und nach vielen Versuchen kommen wir endlich frei. Die Vorderreifen sind platt. Ich will die Ersatzräder aufziehen und finde den Wagenheber nicht. Irgendwann kommt einer mit einem Kompressor - es funktioniert. Jetzt geht es in wilder schneller Kolonne vorwärts. Die Einheimischen sitzen bei unsicheren Fahrern am Steuer, was mindestens zwei Ölwannen und ein Motorschutzblech bei einer S-Klasse kostet. Kein Problem, man zieht die S-Klasse mit dem Jeep so lange, bis sich das Blech komplett nach hinten gebogen hat - ratternd geht es weiter. Kurz nach zwei Uhr morgens sind wir im Camp - völlig am Ende und übermüdet. Die Schweizer fehlen. Wir schicken eine sms und fallen in den Schlaf mit dem festen Willen, nicht vor 8 Uhr aufzustehen.

Um 6 Uhr brennt die Wüstensonne schon so heiß auf unser Zelt, dass wir raus müssen. Gaaaaanz langsam versuchen wir zu duschen, uns frisch zu machen. Jetzt kommen auch unsere eidgenössischen Freunde. Sie hatten sich mit anderen so weit von der Piste eingegraben, dass die Polizei sie wohl garnicht bemerkt hatte, oder aber einfach keine Lust mehr hatte. Morgens haben sie sich dann mit Hilfe der Festgarnitur als Sandbleche befreit.

Wir frühstücken und sind sehr sehr müde. Fast gar widerwillig machen wir uns auf zur letzten Sonderprüfung. Ein kleiner Slalom und am Seil fahren im Kreis, dann eine schnelle Etappe um einen Berg herrum auf Zeit. Wir lassen es ruhig angehen, schließlich wollen wir mit den Autos ja noch Jordanien bereisen. Dann geben wir 12 Flaschen Wein und Wasser aus den durchreisten Ländern ab - wir dürfen sie dann aber doch behalten, ein Sixpack Bier und einen Sack Pferdefutter vom ersten Tag.

Damit ist die Rallye vorbei. Noch ein paar Fotos mit den Autos in der Wüste, und wir ziehen als normale Touristen weiter.

Es liegen unglaubliche Erlebnisse und Begegnungen hinter uns, jeder Tag brachte etwas neues, kein Abend gestaltete sich so, wie man es am Morgen vermutet oder gar geplant hätte.

Und man muss zugeben, sehr viele Erlebnisse hatten wir nur deshalb, weil wir an dieser verrückten Rallye mit den verrückten Aufgaben teilgenommen haben. Wer lässt sich denn sonst als Tourist ein türkisches Lied in Istanbul lehren, oder sucht in stockdunkler Finsternis nach einem Zeltplatz, wenn es wenige Kilometer weiter (teure) Hotels gibt.Jetzt müssen wir das Ganze zuerst einmal sacken lassen. Highlight war sicher das SOS Kinderdorf, und ich bin davon überzeugt, dass wir uns in dieser Richtung weiter engagieren werden.

So, und dann haben wir eine Jeeptour durchs Wadi Rum gemacht, haben Petra besichtigt und waren heute am Toten Meer - das übliche aber faszinierende Jordanien-Touristen-Programm. Alles ohne Hektik. Übernachtet haben wir in Hotels oder einem Berberzelt - ganz unspektakulär.

MaSalam

Christian und Tina

Kurze Nacht im Camp Wadi Rum
Kurze Nacht im Camp Wadi Rum
Die Rallye ist vorbei
Die Rallye ist vorbei
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Di

11

Mai

2010

Abenteuerliches Syrien

The Rallye is over - again

Der erste Blogeintrag lautet (so weit ich mich erinnern kann, leider kann ich es nicht überprüfen) The Rallye is over - long live the Rallye!

Das war sozusagen der Auftakt zum nochmaligen Rallye-Start. Jetzt, am Tag der letzten Sonderprüfungen und der Zielflagge, bin ich der Meinung, dass ich diese Rallye nicht wiederholen werde - obwohl, der Besuch des SOS-Kinderdorfes war ein Riesen-Höhepunkt, und wir wurden eingeladen wieder zu kommen.

Aber der Reihe nach. Meine lezte Eintragung ist ja noch aus Palmyra, und seither ist wieder soooooo viel passiert.

Klar, die ansonsten ruhige und beschauliche Wüstenoase wurde von der Rallye geradezu überrollt. Preise für Bier und Essen stiegen stündlich, wie an der Börse. Andenkenverkäufer und bettelnde Kinder vermehrten sich exponential. Wir wollten eigentlich auf den Campingplatz, da standen aber Rallye-FAhrzeuge schon eng an eng, was den Besitzer natürlich nicht davon abhielt: come in Sir, I have a nice place for you!

Wir suchten uns mit Hilfe unseres Reiseführers ein Hotel etwas ausserhalb.Nachdem wir geparkt hatten wurden immer mehr Teilnehmer darauf aufmerksam und stiegen auch dort ab. 30 Betten, 45 Gäste - man kann in der Wüste doch niemanden wegschicken, wenn er um Unterkunft bittet. Auf Dach und Balkonen wurden Matratzen ausgelegt, Doppelzimmer wurden zu 4-Bett Zimmern umfunktioniert. Das sehr nette Personal dort steht im krassen Gegensatz zum "besten" Restaurant der Stadt. Dort sitzen die meisten Rallye-Teilnehmer, das Essen ist auch wirklich ok. Eine Speisekarte mit Preisen bekommt man aber erst nach Aufforderung und nach dem Bezahlen habe ich mal ausgerechnet, was eine Dose Bier gekostet hat: 7,50 Euro. Ja, ich weiß, erstens fragt man zuerst und zweitens ist Bier in einem islamischen Land sowieso teuer, dennoch ist das absoluter Nepp. Am nächsten Morgen haben wir eine Tüte Gemüse fürs Abendessen gekauft, die hat keine 25 Cent gekostet. Krasses Misverhältnis.

Nach der Sonderprüfung in Katans Garten - wir mussten wieder ein Bild von seinem Wetterturm aus machen, beschlossen wir nicht nach Damaskus weiterzufahren, sondern noch eine Nacht in der Wüste zuzubringen. Wir fuhren Richtung Irak um ein altes Wüstenschloss zu besichtigen. Die Aussenmauern sind noch sehr gut erhalten. Im Inneren ist leider sehr viel zerstört und eigentlich nicht für Besichtigungen gerichter. Man klettert wirklich über die alten Steine und Säulen.

Ein Junge mit dunklem Gewand und roter Schirmmütze bedeuter uns, ihm zu folgen. Er kennt die "Klettertour" durch die Ruine um auf die Mauer zu kommen. Wir genießen die Aussicht. Der Abstieg wird hingegen abenteuerlich. Auf allen vieren kriechen wir durch Mauerlöcher, springen Absätze hinunter und überwinden große Mauerspalte, bis wir endlich wieder unten sind. Wir geben ihm ein bisschen Geld - und kurze Zeit später sitzen wir mit seiner Familie beim Tee im Beduinenzelt neben dem Besucherparkplatz. Sie machen dort ein bisschen Folklore und verkaufen Getränke. Wir verstehen uns zwar überhaupt nicht gegenseitig, man sitzt nur da, entspannt und zeigt sich vielleicht etwas gegenseitig: Als Allah die Zeit schuf, schuf er sich reichlich.

Dann suchen wir uns einen Schlafplatz in der Wüste. Über Geröll plagen wir unsere Autos einen Hügel hoch. Direkt an einem kleinen Wadi haben wir einen ebenen Platz. Wir braten die türkischen "Sucuk"-Würste an, die wir seit Kayseri in Gepäck haben und essen dazu Gemüse vom Markt in Palmyra. Das ein oder andere warm bis heiße Bier dazu und langsam legt sich die Stille der Wüste über uns.

Der nächste Tag führt uns nach Damaskus. Aleppo haben wir ja an einem Freitag erlebt - die Stadt war leer. Damaskus ist voll, laut, hektisch, chaotisch - Tina wird es etwas zu viel. Aber wir wollen, bzw. sollen einen bestimmten Hammam besuchen und die Beweisbilder für die Rallye entwickeln lassen. Also, auf ins Getümmel. Die Parkplatzsuche wird eine Nervenaufreibende Geschichte, das Ganze bei knappen 40 Grad im Auto.

Irgendwann sitzen aber Matthias und ich im Hammam, der Masseur lässt meine Wirbelsäule krachen, dass mir Angst und Bange wird, und Heinz und Tina suchen und finden das Fotogeschäft. Für uns ist klar, noch einen starken Kaffee, und dann geht es raus aus der Stadt. Wir halten uns Richtung Süden, Es dauert ewig, bis wir endlich die Stadtrandgebiete überwunden haben. Wir beginnen einen Übernachtungsplatz zu suchen, während die Dunkelheit hereinbricht. Wir biegen von der Hauptstraße in eine kleine Straße Richtung Westen ab, und dann irgendwann in einen Feldweg. Es geht keine 20 Sekunden und ein Araber steht da und will uns verjagen. Dann auf einem Damm ein schwerbewaffneter Soldat. Wir beginnen zu palavern, mehrere Soldaten erscheinen. Wir geben auf und verschwinden. Es ist stockfinster. Wir kommen durch Dörfer und Städtchen. Plötzlich rechts ein hell erleuchtetes Öffentliches Gebäude. Ich sehe Uniformierte und beschließe die Polizei zu fragen, wo wir übernachten könnten. Es ist jedoch keine Polizeistation, sondern das Krankenhaus - wie sich später herausstellt ist aber eine Polizeistation mit Gefängniszelle auf dem Gelände untergebracht. Ein englisch radebrechender Pfleger meint, wir könnten hier auf dem Krankenhaushof übernachten, no problem.

Wir parken und erregen natürlich großes Interesse. Der Verwaltungschef kommt. Er meint das ginge alles schon klar, er müsse aber noch telefonieren, wir sollten warten. Wir zeigen die arabisch geschriebenen "permits" der Rallye-Organisation. Dennoch scheint man nicht richtig zu verstehen, was wir eigentlich wollen. Dann kommt ein gepflegter Mitfünfziger in weißem Trainingsanzug auf den Hof gesaust. Wir werden in ein feudales Büro geführt - es ist der Polizeichef, den wir wohl in seinem Feierabend gesört haben. Er nimmt unsere Pässe, er müsse das alles zuerst einmal überprüfen, wir bräuchten uns aber keine Sorgen zu machen. Er verschwindet mit unseren Pässen. Uff, was nun.

Immer mehr offizielle und Halboffizielle wollen alles mögliche von uns wissen. Ein völlig entnervter Rambo-Macho-Polizist taucht auf, und lässt sich alles wiederum erklären - scheinbar ist er für das Krankenhaus zuständig und hat von dem ganzen garnichts mitbekommen, so dass er jetzt alle Informationen schnell braucht, aber uns keines Blickes würdigt. Die Pistole hat er übrigens einfach hinter den Levis-Gürtel in die Hose gesteckt - habe ich bislang bei einem Polizisten so noch nie gesehen.

Wir erklären und bauen schon mal unsere Autos auf. Man lädt zum Tee auf der Terrasse vor der Polizeistation auf dem Gelände. Wir dürfen in der Gefängniszelle aufs Klo und uns waschen. Der Chefarzt kommt im grünen OP-Kittel.Er spricht ganz gut englisch und will alles von uns wissen. Was wir bezwecken, ob wir palästinensische Freunde hätten, etc. Als er den anderen übersetzt höre ich mehrfach das Wort "mossad", israelischer Geheimdienst. Jetzt werde ich nervös. Klar, wir haben uns Richtung Grenzgebiet gewandt. Am nächsten Morgen sehen wir überall Geschützstellungen. Und da kommen wir Paradiesvögel aus Deutschland und der Schweiz, mit seltsamen vollbeladenen Autos und wollen in einem Krankenhaus übernachten. Hört sich doch alles irgendwie komisch an.

Wir bewahren die Ruhe und verkriechen uns in die Schlafsäcke. Ich informiere kurz unseren "Reisepaten" Frank, wo wir sind und wie die Situation ist, just in case. Kurz darauf kommen unsere Pässe - alles in Ordnung, Good night and sleep well!

Trotzdem machen wir kaum ein Auge zu in dieser Nacht!

 

...wird fortgesetzt...

Aleppo - Halap
Aleppo - Halap
Palmyra, die Wüstenoase in Syrien
Palmyra, die Wüstenoase in Syrien
Am Wüstenschloß
Am Wüstenschloß
ältestes Hammam in Damaskus
ältestes Hammam in Damaskus
Übernachtung vor syrischem Krankenhaus - links von uns ist die Polizeistation mit Gefängnis...
Übernachtung vor syrischem Krankenhaus - links von uns ist die Polizeistation mit Gefängnis...
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Sa

08

Mai

2010

Nachtrag zum 6.5.

Unser anatolischer Uebernachtungsplatz
Unser anatolischer Uebernachtungsplatz
Der 4.000er Hausberg von Kayseri
Der 4.000er Hausberg von Kayseri
Unterwegs: Frische Erdbeeren!!!
Unterwegs: Frische Erdbeeren!!!
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Fr

07

Mai

2010

orientalische Gastfreundschaft ohne Ende

Puh, zwei hammer-ereignisreiche Tage liegen jetzt schon wieder hinter uns. Wir hatten nicht nur keine Zeitzum bloggen, die technischen Vorraussetzungen haben ebenfalls gefehlt, im Sinne eines stabilen Daten-Mobil-Netzes. Das letzte Mal habe ich Euch von Ankara erzählt.

Kurz nach Ankara haben wir einen Übernachtungsplatz gesucht. Es ist auch in einem dünn besiedelten Land wie der Türkei nicht ganz so einfach ein Plätzchen zu finden, wenn man es mit dem PKW erreichen will. Und der Großraum Ankara ist zudem nicht dünn besiedelt. Dennoch haben wir gerade mit dem letzten Tageslicht einen Brunnen abseits der Hauptstraßen ausgemacht, an dem jedoch schon mehrere Autos standen. Trotzdem sind wir hingefahren: Türkische Männer essen an dem Brunnen ihr Picknick, trinken Bier und haben viel Spaß an der Abwechslung mit uns. Wir stellen uns etwas abseits auf, richten unser Lager ein und beginnen zu kochen.

Es ist wirklich schade, wie zugemüllt die Landschaft an den Plätzen ist, wo die Leute zum Picknicken hinkommen, an Straßenrändern oder um Siedlungen herum. Aber es scheint sich auch keiner daran zu stören. Inmitten von Unrat, Plastikmüll, abgenagten Knochen, Glasscherben und Bierdosen macht die nächste Familie ihr Picknick. Wir haben einen Picknickplatz gesehen, wo unter dem Holztisch sich der Müll bis zur Platte stapelte - aussen herum saß eine Familie. Aber wenn ich mir überlege, wie sich das Umweltbewußtsein in Deutschland oder der Schweiz entwickelt hat und danach die anderen westeuropäischen Länder mitgegangen sind. Früher war es in Frankreich ähnlich wie heute in den Balkanländern, Kleinasien oder dem Nahen Osten. (Es liest ja kein Franzose mit ;-)))

Wir verbringen eine frische Nacht auf über 1000 Höhenmetern und Tina und ich sind begeistert von unserer Zeltkonstruktion auf dem Autodach und unserer Campingausrüstung. Wir fühlen uns wirklich wohl draußen zu sein, anstatt in einem zweifelhaften Hotelzimmer.

Der nächste Tag wird lang und schwer - unsere bislang längste Etappe mit über 700 km und knappen 7.000 Höhenmetern. Dazwischen noch zwei Sonderprüfungen: Wir müssen eine bestimmte Wurst in Kaisery probieren und diese Verkostung fotografieren, und wir müssen die Partnerstadt von Gaziantep herausfinden um dann in Gazi Antep mit über 1 Mio Einwohner die entsprechende Straße zu finden.

Alles klappt prächtig. Wir lassen uns gerne von Einheimischen helfen, es schlägt uns fast immer überschwengliche Hilfsbereitschaft entgegen. Oft ist es den Leuten zu kompliziert uns den Weg zu erklären und fahren einfach mit dem Auto oder Moped voraus. Heute ging es uns in Homs/Syrien ähnlich: Wir fragten einen Fußgänger nach dem Weg, ein Auto mit einem englisch sprechenden Herrn hielt gleich an und fragte, ob er uns helfen könne. Zuerst machte er eine Skizze, dann überlegte er es uns doch zu zeigen, aber seine Frau und 4 kleine Kinder saßen im Auto, und alle seien hungrig. Wir sollten doch lieber zum MIttagessen mitkommen, es sei doch sowieso Essenszeit. Nein, wir hätten keine Zeit, dann fahre er halt doch bis zu der komplizierten Kreuzung vor.

Gesagt getan, wir folgen, er gibt uns Zeichen, wir biegen ab - Natürlich falsch... Kurz darauf kommt er mit heulendem Motor und quietschenden Reifen hinter uns her - seine Frau auf dem Beifahrersitz mit großen Augen - wir seien falsch abgebogen, er fahre nochmals voraus. So geht es uns hier.

Aber nochmals zurück zu gestern. Wir kommen gegen 19 Uhr an die syrische Grenze. Die Türken sind korrekt, hilfsbereit und freundlich, wir sind zügig durch. Auf der syrischen Seite sind schon mindestens 50 Rallye-Autos, es es kommen immer mehr hinter uns. Eine gewisse Erfahrung von letztem Jahr, sowie große Gelassenheit in unserer wirklich sehr harmonischen Gruppe, lassen uns das alles problemlos bestehen. Nur damit Ihr ein Bild von so einem Grenzübergang bekommt.

Zuuerst gibt es eine Passkontrolle am Grenzeingang, ohne Visum kann man hier schon wieder umdrehen. Dann fährt man weiter zu den Abfertigungsgebäuden und wechselt Geld - einen ganz bestimmten Eurobetrag der dann in zwei verschiedene Päckchen syrische Pfund umgetauscht wird. Dann schließt man in einem Versicherungsbüro eine Fahrzeugversicherung ab, und ist schon das erste Päckchen Geld los. Jetzt geht es weiter zur Pass- und Visumkontrolle, hier wird dann auch das Fahrzeug korrekt in den Reisepass eingetragen. Dann geht es zu zwei verschiedenen Zollbüros, die Formulare ausfüllen, Stempel draufdrücken usw. Und schon kommt das befreiende "Finished, you can go!" Stimmt aber nicht, denn jetzt fährt man das Auto noch zur Fahrzeugkontrolle: Haben Sie etwas zu verzollen? Wenn auch das erledigt ist, dann gibt es nur noch eine einzige Passkontrolle am Ausgang, eigentlich alles ganz easy!

Wir waren jedenfalls nach rekordverdächtigen zwei Stunden fertig. Und jetzt stehen wir da, in totaler Dunkelheit in einem fremden Land. Die 70 km nach Aleppo wollen wir heute nicht mehr fahren, das erscheint uns zu gefährlich - und die ersten Kilometer durch die Nacht geben uns recht. Also fahren wir zuerst einmal ein paar kilometer und schlagen uns dann auf eine Nebenstraße, durch ein Dörfchen Richtung Felder. Alles ist bebaut, kein Plätzchen frei, wo man sich hinstellen könnte, ohne einen morgendlichen Traktor zu blockieren.

Wir fahren zurück ins Dorf, da war doch ein kleiner Laden, da brannte noch Licht. Als wir parken macht ein Junge schnell die Tür zu, verriegelt sie und schaut durch eine kleine Klappe raus. Er ist vielleicht 10 oder 11 Jahre alt. Wir versuchen unser Anliegen zu erklären, er merkt, dass er keine Angst vor uns zu haben braucht kommt heraus und zeigt auf die breite Straße vor dem Laden: hier könnten wir campen, kein Problem. Inzwischen kommt sein großer Bruder dazu, keiner spricht eine Silbe englisch ausser "OK" und meint, wir könnten auch im Haus schlafen. Das lehnen wir dankend ab und bauen das Zelt auf, bzw. richten Esmeralda. Inzwischen werden es immer mehr Kinder, sie schauen zuerst aus der Entfernung, kommen dann näher und linsen in das Auto. Beim Zelt aufschlagen auf dem Dach sind dann gleich hilfreiche Hände zur Stelle um es an der Platte zu befestigen. Dann kommt ein Mädchen und spricht Tina in gebrochenem Englisch an, wir mögen doch in das Haus kommen, sie würden uns gerne einen Tee oder Kaffee anbieten. Wir nehmen die Einladung an und machen uns in dem großen Wohnzimmer mit großem Teppich in der Mitte und Polstern ringsum gemütlich. Wir identifizieren die Mutter und offensichtliche Chefin des Hauses, um uns herum sind immer zwischen 10 und 15 Kindern. Inzwischen kommt auch Großmutter und freut sich über die Gäste, wir trinken Tee und versuchen uns gegenseitig zu erklären. Und dann kommen drei Männer, der Hausherr, ein Bruder und ein zukünftiger Schwager, wie sich bald herausstellt. Man nimmt unsere Anwesenheit selbstverständlich, hat viele Fragen, das arme Mädchen versucht so gut es geht zu dolmetschen. Alles in einer freundschaftlichen offenen und herzlichen Atmosphäre. Tina,die langärmlig gekleidet ist und unser Sprachrohr zur Dolmetscherin ist, bekommt ihre nackten Füsse mit einem Tuch zugedeckt, als die Männer kommen. Immer wieder kommt noch ein Familienmitglied dazu und will Anteil an dem Ereignis haben.

Nach dem Tee verabschieden wir uns, natürlich müssen wir versprechen die Einladung zum Frühstück anzunehmen.

Nach einer von Dorfgeräuschen durchlärmten Nacht (Mopeds, Hühner, Katzen, Traktoren, Autos, und was noch alles) erleben wir mit der eigentlichen Familie das Frühstück.

Ihr seht schon, ich könnte noch stundenlang berichten und weiterschwärmen, aber ich sitze jetzt in Palmyra, es ist schon spät und nach einem weiteren ereignisreichen Tag macht sich massiver Hunger bei uns allen breit.

Also, schauen wir mal, was die heimische Gastronomie für uns bereithält!

 

Uebrigens, ich habe bei den aelteren Blogs auch wieder Bilder eingefuegt, scrollt halt mal nach unten.

Unsere Gastfamilie: die Hadidis!
Unsere Gastfamilie: die Hadidis!
unser Fruehstueck bei den Hadidis
unser Fruehstueck bei den Hadidis
Froehliche Maedchen in Aleppo Zitadelle
Froehliche Maedchen in Aleppo Zitadelle
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Mi

05

Mai

2010

"Große Enttäuschung" oder "Ich habe keinen Schwanz!"

Treffpunkt Sonderprüfung und unser Hotel waren gestern im Stadteil Taksim. Welch ein Unterschied zum alten Istanbul. Taxim ist das moderne Einkaufs- und Vergnügungsviertel mit Geschäften, Bars und Clubs wie man sie aus anderen westeuropäischen Städten kennte. Und unser Hotel mittendrin. Tina äußerte die Vermutung, dass männliche Pärchen die Zimmer auch stundenweise mieten konnten.

In einem Restaurant nahmen wir wieder eine landestypische Mahlzeit zu uns und dokumentierten diese. Jetzt fehlte uns nur noch das türkische Lied. Um es uns einfach zu machen wollten wir uns ein Kinderlied beibringen lassen. Und hier zeigte sich wieder einmal die Stärke eines gemischen Teams. Tina fragte ein Mutter mit Baby und wurde gleich an einen anderen Tisch weitergereicht. Mit Papier, Stift und Diktiergeräte war das Lied "schnell" im Kasten. Jetzt mussten wir es nur noch lernen.

Man stelle sich die umgekehrte Situation in Deutschland vor. Eine orientalisch gekleidete Türkin ohne Deutschkenntnisse spricht in einem deutschen Restaurant Gäste an ob diese ihr ein deutsches Kinderlied beibringen könnten! - Nach wie vor ein großes Kompliment an die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Türken.

Heute Morgen dann Le Mans Start. Mit Hilfe der Istanbuler Polizei wurde im stärksten Berufsverkehr eine vierspurige Hauptverkehrsader der Stadt zweispurig mit Rallye Fahrzeugen zugeparkt. Anders als geplant standen die Rallye Fahrzeuge nicht komplett in der TRT Tiefgarage, sondern überall im Stadtviertel Taksim. Das verringerte die Chancengleichheit beim Le Mans Start natürlich erheblich. OK und Teams nahmen es mit großer Gelassenheit und alle stellten sich gemeinsam in den Morgenstau. Nach ca. 1,5 Stunden waren auch wir am Kontrollpunkt bei der Blauen Moschee. Stolz posierten wir auf dem Dach von Rosinante für das Beweisfoto. Dann ging es auf die Fähre nach Asien über den Bosporus. Auf dem weiten Weg nach Ankara erklimmen wir die türkische Hochebene mit über 1.000 Höhenmetern. Das Land ist weit, grün, hügelig und nur spärlich bewaldet. Trotz Landschaftsgenuss lernen wir unser türkisches Kinderlied. Bei einer Kaffepause lassen wir uns von einem Türken den Text übersetzten, das hatten wir bislang versäumt. Er lautet: "Quak, Quak, Quak. Wo ist Dein Schwanz? Ich habe keinen. Ich lebe im Teich." Die männlichen Teammitglieder sind stark betroffen. Tina lacht sich kaputt. Beim Fernsehsender in Ankara dann die grosse Enttäuschung. Es ist noch niemand vom OK da und keiner will uns filmen. Nach langer Überlegung und im Gespräch mit anderen Teams beschließen wir ein Zielfoto zu machen, unser Lied selbst zu filmen und weiterzufahren. Jetzt sind wir auf der Suche nach einem Schlafplatz außerhalb von Ankara.

 

Bitte habt Verständnis, wenn wir im Moment keine Bilder hochladen. Dadurch, dass wir campen sind die Ladezeiten übers Mobilnetz viel zu lange. In einem Internetcafe werden wir das demnächst nachholen.

Wir legen den Verkehr in Istanbul lahm
Wir legen den Verkehr in Istanbul lahm
Ueber den Bosporus nach Asien
Ueber den Bosporus nach Asien
eingequetscht auf der Faehre
eingequetscht auf der Faehre
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Di

04

Mai

2010

Das Tor nach Asien

Relativ spät kommen wir in Alexandropolis an der Mittelmeerküste an. Hinzu kommt die Zeitverschiebung, schließlich sind wir schon ganz schön weit Richtung Osten gefahren. Wir finden den "best organized Campground in Greece" wie die bescheidene Eigenwerbung lautet. Uns ist die Übertreibung egal, hauptsache einen Stellplatz, (einigermaßen) saubere Toiletten und heißes Wasser in den Duschen. Und das haben wir hier.

Wir fahren noch "downtown" Alexandropolis, wo wir original griechisch in einem original Armenischen Restaurant eine original internationale Grillplatte essen und rotes griechisches (mazedonisches?) Bier dazu trinken. Die Kulturen vermischen sich nicht nur während unserer Fahrt, sondern auch hier beim Abendessen.

Eine unserer täglichen Sonderprüfungen besteht ja darin, täglich eine Landes-Spezialität zu essen und diese mit Bild und Rezept zu dokumentieren. Notfalls muss man halt sein eigenes Essen dokumentieren. Hier haben wir jetzt aber wieder die Gelegenheit mit Koch, Küche und deren Kreativität direkt in Kontakt zu kommen. Wobei einen Fleischspieß zu grillen keine echte Herausforderung ist. Die Zubereitung der würzigen Peperonisause schon eher. Karim, der Koch und Grillmeister hält sich zurück. Jahrtausende Jahre alte Traditionen ranken sich um Gewürze und Zubereitung "too difficult to explain and too short time tonight..." Naja, dann halt eben noch ein rotes Bier...

 

Am Morgen treffen wir noch ein anderes Team auf dem Campingplatz. Wir sind also nicht die letzten (vielleicht die zweitletzten?). Wir bekommen wunderbare Sandwiches in einer Konditorei und die Chefin macht uns vier Greek Coffee auf ihrem Bunzenbrenner hinter der Konditortheke und lässt dafür die anderen Kunden lieber etwas länger warten. Das ist aber halb so schlimm, weil der ein oder andere will dann doch gerne wissen, woher, wohin, wieso, weshalb.

Endlich losgefahren, noch ein Stopp. Wir gehen jetzt endlich die Postkarte für Prinzessin Basmah kaufen, mit dazugehöriger Marke und natürlich griechischen Wein und Wasser.

 

Jetzt aber, wieder auf die Straße, die im Vergleich zu dem, was wir die letzten Tage gewohnt sind, heimische A5 Gefühle aufkommen läßt. Wir kommen zügig voran, nur Esmeralda verliert die ihr extra angepassten Sonnenblenden eines BMW... Auch durch Istanbul kommen wir problemlos zum vereinbarten Treffpunkt, der Zentrale des türkischen Fernsehens. Souverän geleiten uns die schweizer Teamgefährten ohne einen Fehler direkt zum Gebäude - nur mit Hilfe eines 15 Jahre alten Istanbul-Reiseführers - Respekt. Ich kann nur sagen: Forget your Garmin, just take Heinz und Matthias!

 

Hier ist die Hölle los. Eine Unmenge inzwischen verdreckter, teilweise verbeulter, reparierter, abenteuerlich aussehender Rallye-Autos parkt auf dem Vorplatz. Die meisten sind tatsächlich erst heute angekommen. Gestern war zu Ehren der Rallye ein großes Fest, und nur 30 Teilnehmer waren anwesend, hat man uns erzählt. Die Stimmung ist natürlich bombig, alle sind stolz auf sich, un darauf die erste Etappe der Rallye geschafft zu haben. Und das Wetter tut natürlich das seinige dazu, dass die Stimmung sonnig ist.

Übrigens, hatte ich schon erwähnt, dass wir bislang nur Sonnenschein hatten?

Wir übernachten heute nicht im oder auf dem Auto, sondern haben uns ein kleines Hotel in der Nähe des morgigen "Le Mans-Starts" genommen. Heute müssen wir übrigens noch ein türkisches Lied lernen, das wir morgen in Ankara dem Fernsehen vorsingen dürfen. Das wird dann landesweit übertragen und in YouTube gestellt. Ihr könnt Euch vorstellen, wie saumäßig wir uns auf diese Aufgabe freuen.

Die perfekte Abenteuer-Ausrüstung
Die perfekte Abenteuer-Ausrüstung
Greek Coffee und Sandwiches
Greek Coffee und Sandwiches
taeglıche Routıne: Benzın, Öl, Wasser, etc. kontrollıeren
taeglıche Routıne: Benzın, Öl, Wasser, etc. kontrollıeren
Lesekatze ın Istanbul
Lesekatze ın Istanbul
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Mo

03

Mai

2010

D AUT I SLO HRO BIH YU MN KOS MK BG GR

Soviele Länder in 4 Tagen! Wir sind froh endlich in Griechenland angekommen zu sein, mit einer uns bekannten touristischen Infrastruktur. Wir freuen uns auf Souflaki, Zaziki und einen Campingplatz mit heißer Dusche. Bis Istanbul schaffen wir es sicherlich heute nicht mehr.

Tina und ich haben gestern Abend einen Übernachtungsplatz vor Pristina gefunden. Er lag auf einer unbesiedelten Hochebene direkt neben einem Steinbruch, ca. 100 m von der Straße entfernt. Weit genug, dass wir nicht übermäßig auffielen, aber unsere Schweizer Freunde uns finden würden. Das Camp war schnell aufgebaut und das Abendessen vorbereitet. Etwas unheimlich war es dann schon als nach Einbruch der Dunkelheit das ein oder andere unbeleuchtete Auto aus dem Nichts auftauchte und wieder verschwand. Dann endlich hoppelte Esmeralda über die felsige Piste zu unserem Lager. Die Freude war auf beiden Seiten groß, dass wir uns tatsächlich problemlos gefunden hatten. Dementsprechend gab es ein großes Festmahl: Lauwarme Ravioli auf verbeultem Aluteller, begleitet von der handlichen 2 Liter PET Hirschbräu Flasche aus Montenegro. Matthias und Heinz hatten ebenfalls einiges zu berichten. Um die Radarkontrolle zu umgehen nutzten sie eine kleine geschotterte Abkürzung. Dabei hat ein Stein die Servoleitung zerschlagen. Seither fahren sie ohne Lenkunterstützung.

Kaum hatten Tina und ich unser Hochbett bezogen und es uns kuschelig gemacht, näherten sich zwei Autoscheinwerfer. Das Fahrzeug blieb direkt vor uns stehen und ließ kurz das Blaulicht aufblitzen. Wir streckten den nach oben gereckten Daumen aus der Zelttür. Das gleiche Zeichen bekamen wir von der Polizei zurück. Jetzt konnten wir beruhigt einschlafen.

Um die fehlenden Kilometer auszugleichen sind wir sehr früh gestartet. Um 6.30 Uhr waren wir wieder auf der Straße. Dennoch bremsten uns die Straßenverhältnisse und langwierige Zollabfertigungen maßlos aus. Erst jetzt in Griechenland kommen wir zügiger voran. Übrigens, seit unser Abfahrt in Deutschland begleitet uns der Sonnenschein. Heute hatten wir über 30 Grad im Auto.

 Und wie ist das Wetter bei Euch!?

ausgemergelte Gestalten...
ausgemergelte Gestalten...
...und ihre Nahrung: mazedonischer Hamburger
...und ihre Nahrung: mazedonischer Hamburger
endlich am griechischen Meer
endlich am griechischen Meer
ein Kamerateam verflolrt uns
ein Kamerateam verflolrt uns
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So

02

Mai

2010

Ausweis vergessen - Wer hat's erfunden?

Gestern abend sind wir noch bis kurz vor Sarajevo gekommen. Es wurde Nacht und wir konnten weder einen Campingplatz noch irgendeine Übernachtungsmöglichkeit finden. Wir hofften darauf, dass es in der Nähe der Hauptstadt doch einen Campingplatz gäbe, aber durch das Vermeiden der Autobahn kamen wir nur sehr langsam voran und unsere Hoffnungen sanken. Rechter Hand dann die Pizzeria VAGABOND, wenn das kein Zeichen ist! Kurzerhand nach einer Übernachtungsmöglichkeit gefragt, und bereitwillig zeigte uns ein junges Pärchen einen Platz, wo ab und zu auch LKW-Fahrer übernachten würden, direkt neben der Bahnlinie mitten in der Stadt. Das war dann doch nicht das, was wir uns unter einem ruhigen Übernachtungsplatz vorgestellt hatten. Dann also doch ein Hotel? Zuerste aber einmal eine Pizza Vagabondo, und dann wurden wir wieder sehr hilfsbereit geleitet.

Das Hotel strahlte im Eingangsbereich noch den sozialistischen Charme besserer Zeiten aus, breite Flure und Treppen, hohe Decken und weisser Marmor - die Zimmer hielten nicht ganz was der Eingangsbereich versprach. Aber es passte in unser Budget und war einigermassen sauber

Die Schweizer waren wieder mal einen Ticken schneller als wir und hatten schon gepackt und bezahlt bis Tina und ich in die Puschen kamen.

Das Frühstück war dafür bedeutend besser als die Qualtiät der Bettwäsche, und der Espresso erst - Heinz schaute ganz verliebt das kleine Tässchen an. Dann auf, frisch voran, und wie uns im Gästebuch geraten wurde legten wir eine Schippe auf - bis ca. 100 km nach Sarajevo. Radarkontrolle. 82 statt der erlaubten 60 km/h. Was nun? Klar dass wir schuld sind, klar dass wir Strafe bezahlen, klar dass wir nieniemehr zu schnell fahren. Nur hatten wir Euro und keine Marka. Kein Problem, hier ist der Zahlschein. Ein Auto fährt zur Bank und bezahlt, das andere ist solange in Gefangenschaft! Aber hoppla, heute ist ja Sonntag, da haben weder Banken noch die Post offen.Der sehr korrekte Polizist nahm partout keine Euro, da ließ er uns lieber ziehen.

Während der Diskussion und Führerschein zeigen fragte ich unsere Teamkollegen, ob sie heute morgen beim Bezahlen denn auch unsere Ausweise bekommen hätte: die Gesichter wurden strahlend weiß wie der Aletsch-Gletscher. 2 Stunden Fahrt umsonst. Zurück und wieder her sind nochmals 4 Stunden - BIG FUCK! (Originalzitat Heinz)

Wir besprachen uns kurz und vereinbarten folgendes: Tina und ich fahren gemütlich weiter, Matthias und Heinz fahren zum Hotel und folgen uns so zügig wie möglich.

Die geplante Strecke ist wieder einmal überwältigend. Ich muss feststellen, dass dieses Mal die Strecke viel anspruchsvoller und anstrengender aber auch landschaftlich reizvoller ist. Wir fahren eigentlich nur durch Gebirge. Ich habe mal überschlagen, dass wir pro Tag zwischen 5 und 7.000 Höhenmeter machen. Der Golf läuft gut und macht uns keine Sorgen.

Allerdings hat unsere Streckenwahl auch ihre Tücken. Eine vermeintliche Abkürzung an der BIH/SER Grenze stellt sich als unfahrbar heraus. Zuerst Schotter, irgendwann geht es nicht mehr weiter. Auch von der örtlichen Umleitung rät man uns ab. Also wieder zurück. Zum Glück haben wir immernoch "Vorsprung" vor Matthias und Heinz.

Wir haben heute für EU-Verhältnisse viele Grenzkontrollen erlebt: Serbien, Montenegro, Kosovo - jedes Mal Ausweiskontrolle, Stempel und Fragen bei Ein- und Ausreise. An der Grenze zum Kosovo fragt der Zöllner wo wir hin wollten? Nach Jordanien. "Da bist Du aber auf der falschen Straße Freund, Jordanien ist noch sehr weit. Musst Du nehmen große Straße.

Die Fussballaufgabe haben wir übrigens mit sehr viel Freude gelöst. Wir sollten uns (die Männer Oberkörper frei) in ein Fussballtor stellen und ein Foto schießen. Wenn es geht mit Blick auf die Autos. Wir haben einen Bolzplatz aufgesucht und die örtliche Dorfjugend war mit Begeisterung dabei sich fotografieren zu lassen. Ich hoffe ich schaffe es, das Bild einzustellen. Durch das lange Fahren bleibt kaum Zeit für Blog, Bilder, etc:

Picknick am Fluß
Picknick am Fluß
Immernoch Kriegsschaeden: Sarajevo
Immernoch Kriegsschaeden: Sarajevo
Autowaschen umsonst, wenn man mehr als 3 Lıter tankt
Autowaschen umsonst, wenn man mehr als 3 Lıter tankt
Radarkontrolle
Radarkontrolle
Überwaeltıgende Montenegrınısche Bergwelt
Überwaeltıgende Montenegrınısche Bergwelt
"Unsere" Fussballmanschaft
"Unsere" Fussballmanschaft
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Sa

01

Mai

2010

Berg und Tal, Kurve um Kurve

Gestern abend haben wir in Slowenien kurz nach der Grenze tatsächlich noch einen Campingplatz gefunden. Campinggebühren 6,52 Euro pro Person, eine Flasche slowenisches Bier für 1,- Euro - alles perfekt.

Dachzelt aufgebaut und auch Esmeralda wurde hübsch und gemütlich gemacht für die Nacht. Jetzt: HUNGER!

Den großen Topf mit Spaghetti-Wasser auf den filigranen Gaskocher gesetzt, und dann tat sich die nächste halbe Stunde leider nicht viel. Als Heinz dann nach ca. einer Stunde seinen Benzinkocher in Betrieb hatte, setzten wir den Topf kurzerhand um, und 3 Minuten später kochte das Wasser.

Was jetzt folgte war einfach sensationell: Spaghetti mit selbstgemachter Pesto von Claudia - WOW. Vielen Dank an dieser Stelle, und betrachte diese Bemerkung bitte als Bestellung...

Die Nacht im Dachzelt haben wir extrem gemütlich zugebracht. Wir waren ehrlich gesagt aber auch hundemüde. Gegen 5 Uhr früh weckte uns das Gebrüll (nein, es war kein zartes Gezwitscher) eines militanten slowenischen Frühaufsteher-Vogels! Doch das sanfte Schaukeln auf Rosinantes Dach wiegte uns nochmals in den Schlaf bis uns der Wecker pünktlich um 7 Uhr weckte. Unsere Schweizer Freunde waren schon eine Stunde wach, haben Kaffee gekocht und sahen aber ein bisschen ratlos bis verzweifelt aus. Die Tassen hatte ich nämlich am Vorabend nach dem Spülen komplett in Rosinante eingeschlossen...

Duschen, Kaffee, zusammenräumen, Route besprechen und los ging es. In Ljubljana fanden wir sogar einen offenen Supermarkt (hier ist auch Feiertag) und wir konnten die erste vom roadbook geforderte Flasche Wein und Wasser kaufen. In jedem von uns durchfahrenen Land sollen wir nämlich eine Flasche Wein und eine Flasche Wasser besorgen. Mit der nächsten heutigen Sonderprüfung haben wir aber noch Probleme: Wir sollen eine Postkarte an Prinzessin Basmah schreiben. Karte kaufen und schreiben ist nicht das Problem, jedoch ein Postamt zu finden. Aber noch sind wir dran.

Ein Motorhauben-Frühstück gibt uns Kraft für die kommende Etappe. Wir durchqueren Slowenien und den Norden von Kroatien. Die Gegend kenne ich schon ein bisschen und bin gerade von Slowenien wieder restlos begeistert. Die Landschaft ist phänomenal. Eine längere Schotteretappe lässt bei Tina am Steuer ungekannte Rallye-Gene aufleben, ich hingegen sehe schon am ersten Tag durchlöcherte Ölwannen vor meinem inneren Auge.

Unser weiterer Weg ist geprägt von Gebirge und Kurven. Ein Königreich zum Motorradfahren. Aber wir sind auch überrascht wie tapfer sich unser kleiner vollbeladener Wolfsburger hier schlägt.

Am kroatischen Zoll haben wir dann das erste kleine Problem. Man ist der Meinung wir wären Händler, und wollen die ganzen Hilfsgüter verchecken, also sollen wir den Wert abschätzen damit die Zollgebühr festgelegt werden kann. Wir zeigen der Beamtin die Unterlagen der Rallye, wo auch ein kroatisches "Permit" dabei ist. Wenn wir ein Permit haben, sollen wir gefälligst nicht ihren kleinen Zollübergang nehmen sondern einen größeren...

Schließlich ließ uns die Dame dann doch ziehen.

Nordkroation ist schnell durchquert, erschreckend dass man immernoch vereinzelt Kriegsspuren sieht. An der Bosnischen Grenze dann wieder ähnliche Diskussionen und Erklärungen bzgl. unserer vollgeladenen Autos. Aber auch hier siegt die Trägheit der Beamten über allzu großes Pflichtbewusstsein, wenn dann letztendlich doch nichts dabei raus kommen könnte.

Der erste Eindruck von BiH: direkt nach der Grenze das erste Minarett, verlassene und zerschossene Häuser. Wir kommen durch kleine Ortschaften in denen tatsächlich kein Mensch mehr zu wohnen scheint. Das Land ist zuerst einmal sehr dünn besiedelt. Riesige Wälder, dann ein Hochtal in dem ein bisschen Ackerbau und Viehzucht betrieben wird.

An den Flüssen brennen Grillfeuer, die Menschen feiern den ersten Mai mit Grillfleisch und Bier - ist doch ganz schön sympathisch!

Jetzt auf dem Weg nach Sarajevo wird die Besiedelung deutlich dichter, Kleinstädte und auch Industrie wird häufiger.

Mal sehen wie weit wir heute noch kommen.

Guten Morgen!
Guten Morgen!
Frühstück
Frühstück
Wo, bitte geht es nach Amman?
Wo, bitte geht es nach Amman?
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Fr

30

Apr

2010

Jetzt geht's los, jetzt geht's los,...

Gestern abend sind wir problemlos in Oberstaufen angekommen und haben zuerst einmal unsere Pension bezogen. Da unsere Schweizer Teamkollegen noch unterwegs waren, haben Tina und ich uns zuerst einmal alleine auf den Weg zum Festplatz gemacht. Und da standen sie schon: eine Unmenge verrückt lackierter, bepackter, beklebter Fahrzeuge und der bunte Haufen von Besitzern und Beifahrern. Es fällt mir wieder auf, wie viel Raum die Rallye-Organisation den Teilnehmern lässt. Von der aufgemotzten S-Klasse über Sandtarn-farbene Panda bis hin zu Mittelklassewagen mit nur den Rallyeaufklebern an der Tür, ist alles vorhanden. Und so hat wohl jedes Team seinen "Schwerpunkt". Ein Teilnehmer hat ein ausrangiertes Ultraschallgerät für ein Krankenhaus dabei, wir Schulmaterialien für SOS-Kinderdorf und wieder andere 4 Kisten Bier.

Es ist auch spät am Abend noch angenehm warm, so dass es im Festzelt nicht so überfüllt ist wie letztes Jahr. Viele machen ihre Party draußen bei ihren Autos. Es gibt nur ganz wenige Teilnehmer, die ich von letztem Jahr kenne.

Dann heute morgen der Start. Wir sind pünktlich zum Weißwurstfrühstück da und ergattern einen Parkplatz in der ersten Reihe.Da bemerkt Tina, dass sie die selbstgestrickten Socken meiner Mama in der Pension hat liegen lassen. Da gibt es keine Frage, sie muss nochmals zurück, klar, oder?

Der Start und die Aufstellung geht sehr ordentlich mit nur leichter Verspätung über die Bühne. Man merkt schon die Erfahrung der Rallye-Organisation. Roadbook und Lösungsbuch gibt es dieses mal direkt bei der Auffahrt zur Rampe - mit Vorbereitung ist also nicht viel. Wir fahren mit viel Getöse die Rampe hoch - die "just married" Büchsen an unserem Abschlepphaken lassen manchen befürchten, wir würden den Auspuff verlieren.

Wie schon letztes Jahr, will man uns nicht so schnell aus dem Allgäu entlassen. Die ersten Sonderprüfungen sind also regional. Bei einer Brauerei müssen wir ein Sixpack Bier abholen, welches unbeschadet in Jordanien abgegeben werden muß.

Wir wandern auf eine Alm und probieren Käsesorten um einen Original-Allgäuer-Käse herauszufinden, usw. Hey, warum sind wir ein Schwyzer-Dytsches Team? Weil wir dann alle Punkte machen!

11.15 Uhr machen wir uns dann endlich auf den Weg. Über Fernpass und Brenner geht es nach Italien, die Schweizer fahren voraus und navigieren während Tina und ich versuchen in Fußraum, Ablagen und Fächern unseres Golfs irgendeine Ordnung herzustellen. Nebenbei kocht der Beifahrer Kaffee, während der Fahrer versucht die Serpentinen noch enger und zügiger anzugehen. Auf kleinen bis kleinsten Gebirgssträsschen durchqueren wir das Friaul und sind jetzt auf dem Weg via Tarvisio Richtung Slowenien. Da wollen wir zum ersten mal unser Dachzelt testen.

Yesterday evening we arrived at Oberstaufen without any problems and went first to our B&B. Because our Swiss team collegues still were on the road, Tina and I decided to go to the festival without them to see them later on. And there we could see them all: a lot of wild looking cars, full packed with stuff. Beside their crazy owners and copilotes. You could see a lot of pimped Mercs, but as well little tiny Pandas and normal cars with just one rallye label. Every team put their main emphasis on something different. One participant has an old ultrasound equipment for a hospital, we have schoolmaterial for the SOS Children Villages and others have 4 boxes of beer with them.

Because the evening was very warm a lot of participants were not in the festival tent, but having their own rallye party outside in front of their cars and tents. There are only a few participants that I knew from last year.

Then this morning the start. Wir were there at time and enjoyed the "Weißwurst-Breakfreast" (a Bavarian speciality). Suddenly Tina noticed that she forgot the self-knitted socks of her mother in law in the B&B. No question at all, she had to go back.

The rallye started with a slight delay.You already can notice the experience of the rallye organisation. They gave us the road- and solutionbook direktly on our way to the rallye ramp. This time no preparation in advance at all. With a lot of noise we drove on the ramp - "the just married" tins hooked on our car made such a terrible noise that people thought we would loose our exhauster.

Like last year, they won`t let us go so quickly. The first special tests were in the Allgäu. First we had to pick up one six pack beer from a regional brewery, that we will have to bring to Jordan unbroken.Then we climed a hill to a cheese manufacturer to taste different kind of cheese to find out the original Allgäu cheese. No problem at all for a Swiss German team.

Finally at 11.15 am we started our journey to Amman. First we drove directly to Italy. The Swiss collegues drove in front and navigated, while Tina and I tried to organise everything in our "cockpit".On the side Tina cooked coffee while the driver tried to drive the hair pin curves even faster and tighter. We passed little tiny mountain roads in Italy (Friaul)

and are now on our way to Slovenia. There we want to test our roof tent for the first time.

Weißwurstfrühstück - lecker!
Weißwurstfrühstück - lecker!
Rosi am Start
Rosi am Start
Wer hat's erfunden? - Cheese-Tasting
Wer hat's erfunden? - Cheese-Tasting
unsere wachsamen Begleiter: Schweinchen und Kamel
unsere wachsamen Begleiter: Schweinchen und Kamel
sorgt auch dieses Jahr für Stimmung: Elvis
sorgt auch dieses Jahr für Stimmung: Elvis
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Di

27

Apr

2010

Sponsorenbesuche vor der Abreise

Wie man an der Länge unserer Sponsorenliste sehen kann wurden wir dieses Jahr von vielen großartigen Menschen und Firmen in unserem Vorhaben unterstützt. Und je näher die Abreise rückt, desto mehr Freunde, Bekannte und deren Freunde und Bekannte kramten auf Ihren Speichern oder räumten Kinderzimmer. Und so kamen zusätzlich zu Werbegeschenken von Firmen, oder sogar Schulmaterial vom Mildenberger Verlag noch ein großer Berg Schulmaterial, Plüschtiere, Spielsachen und Kinderklamotten zusammen. Noch haben wir nicht alles in unseren Autos, aber irgendwie kriegen wir die Sachen schon unter.

Deshalb hier zuerst einmal ein ganz ganz großes und herzliches DANKESCHÖN an Euch alle, die Ihr uns unterstützt.

Ganz besonders bedanken wollen wir uns natürlich bei unseren Hauptsponsoren.

 

Bei B&K und Jörn Kalbhenn hatten wir das Auto ja schon vor einigen Wochen vorgeführt. Neben dem Auto nutzen wir diverses technische Equipment um unseren Blog von unterwegs schreiben zu können.

Fritz Berger fand unsere Idee ebenfalls klasse und hat uns kistenweise Ausrüstungsmaterial geschickt. Das zur Verfügung gestellte Zelt, haben wir ja etwas umfunktioniert und für unsere Ansprüche "optimiert" und haben ein Dachzelt daraus gebastelt - welches natürlich unbedingt letzte Woche in Neumarkt vorgestellt werden musste. Die Damen vom Marketing empfingen uns überaus freundlich, doch ich spürte eine gewisse skeptische Distanz... Als ich dann alllerdings mit meinem Arbeitskollegen Jürgen das Zelt innerhalb von drei Minuten auf dem Autodach aufbaute, wandelte sich die Skepsis in pure Begeisterung. Die Damen waren hin und weg, und ich hatte schon die Befürchtung, dass sie sich das Auto schnappen würden und selbst losgebraust wären - in ihr eigenes individuelles Abenteuer.

 

Heute nun holte ich noch die Schulbücher beim Mildenberger-Verlag in Offenburg ab. Auch hier waren Geschäftsführer und Marketingmitarbeiter von der Rallye, unserem Engagement und unserem Rallyeboliden begeistert. Als Schulbuchverlag hat man ja grundsätzlich einen gesellschaftlichen Auftrag und Verantwortung und in Offenburg nimmt man dies offensichtlich sehr Ernst unter dem Motto: Bildung für die Welt. Man unterstützt auch andere internationale Bildungsprojekte, individuell  und effizient, beispielsweise in der Mongolei unda auf den Philippinen. Da passt unser Engagement ideal dazu.

 

Nicht unerwähnt darf natürlich das persönliche Engagement von verschiedenen Menschen bleiben, ganz weit vorne Ralf vom Autohaus Gerstenmaier, der trotz Hektik und notorischem Zeitmangel uns immer geduldig und fachmännisch zur Seite stand.

 

Auch andere Freunde haben uns erheblich unterstützt, ich respektiere ihre Bescheidenheit und nenne keine Namen. Unser Dank und die glänzenden Kinderaugen in Jordanien sind Euch gewiss!

 

So, jetzt muss der restliche Kram sowie unser persönliches Gepäck noch im Auto verstaut werden. Hoffentlich bleibt dann noch ein bisschen Platz für die obligatorische Ravioli-Dose und Flasche Rotwein für die erste Nacht auf einem Campingplatz.

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Mo

26

Apr

2010

Vorstartparty bei den "wilden Schweizern"

Die freundlichen Sponsoren der Sitzbezäge!
Die freundlichen Sponsoren der Sitzbezäge!

Auch in der Schweiz tanzt ab und zu der Bär. Unsere dialekt-affinen Freunde haben am Wochenende eine Party veranstaltet, an dem sie Benzin-Kilomer-Geld gesammelt haben.

Ehrlich gesagt, wie das funktioniert hat habe ich nicht so richtig verstanden. Aber wir haben ja jetzt bald zwei Wochen Zeit, an denen ich mir das abends erklären lassen kann...

 

Nachfolgend die Liste aller Privatpersonen die Esmeralda und ihre Besatzung mit Kilometergeld unterstützen:

 

Claudia Britt

Jessica Jemli

Mättel Dietter

Markus Widmer und Bettina (Sitzbezäge)

Waltraut Immeli

Thomas Portner

Däni & Susan Richner (Dachbox)

Berni Zeugin

Rahel und Christian

Bettina Immeli

Jacky Brülhart

Phillip Hauser

Marc Krauter

Stephan Lüscher

Reto Frick & Fabio von Expocargo

Evelyn Boren

Antonella & Emi Lattarulo

Natasa

Christine & Joan

Lorena Calvo

Debbie Meier & Mischa

Claudia & Ian Johnson

René Dobler & Mireille

Peter Kaufmann

Gerd Back

Anita Bilic & Stefan Hanssen

Julian Mackay

Marc Hübner

Stephan Mauti

 

Das macht insgesamt Kilometerspenden: 5.610km!!!

Hey, Rosinante und Besatzung schauen respektvoll (und ein bisschen neidisch) auf unsere Teamkollegen. Die Schweizer haben's halt doch faustdick hinter den Ohren.

 

Jedenfalls muss es ein gemütlicher, lustiger und erinnerungswürdiger Abend gewesen sein, an dem sich die Jungs von der Feuerwehr natürlich ums Feuer geschart haben, Debbie sich eingehend über Frauenfussball ausgelassen hat und Rahel einen wunderbaren Kamelschokoladenkuchen mitgebracht hat.

Ich wurde inzwischen auch aufgeklärt was es mit Sitzbezägen auf sich hat: ein einmaliger Schreibfehler findet sich inzwischen im allgemeinen Sprachgebrauch der Region wieder, vermutlich wird diese Wortschöpfung im nächsten Duden aufgenommen werden.

 

Jungs, ich muss Euch sagen, Ihr habt klasse Freunde! Hoffentlich dürfen Tina und ich uns nach der Reise dazu zählen.

Superb party with "The wild Swiss"

This weekend our friends in Switzerland had a big party. Here they collected a lot of money for their petrol. To be honest I have no idea how that worked. But soon on our journey we will have enough time to discuss it... Below there is a list of all their friends, that supported them with money for the petrol. With this donation they will be able to drive 5.610 km. Wow! Rosinate and her crew were looking respectfully (as well a little bit jealous :-))) to their team collegues. They are really sly old dogs! Anyhow it must be a really nice and cosy evening for everybody to remember

die Feuerwehr bewacht den Grill
die Feuerwehr bewacht den Grill
Kamelschokokuchen
Kamelschokokuchen
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So

25

Apr

2010

Leichte Nervosität macht sich breit

Sonntag abend, nur noch 3 (bis evtl. 4) Tage arbeiten, dann geht es los. Wer unsere Sponsorenliste angesehen hat, wird feststellen, dass wir von Freunden und Bekannte mit vielen Spenden für die SOS Kinderdörfer bedacht worden sind. Und so saßen wir am Samstag wieder mal bei strahlendem Sonnenschein vor unserem Golf Variant, auf dem Boden wild verteilt, Taschen, Tüten, Kartons.

WIE SOLL DAS ALLES IN DAS AUTO?

Schulranzen werden befüllt, Kartoninhalte in große Tüten deutscher Discounter-Ketten umgeladen, Taschen und Trolleys mit Dingen befüllt, die man spontan an Familien geben kann. Daneben kleine Werbegeschenke, vom Kugelschreiber bis zum Spielzeug-Truck, für all die Menschen, die uns sicherlich unterwegs wieder helfen werden den Weg zu finden, einen Übernachtungsplatz empfehlen, die nächste Werkstatt zeigen oder bei Zollformalitäten für Übersetzung sorgen.

Nach mehreren Stunden ist das Auto beladen. Es ist noch Platz für die Schulbücher vom Mildenberger Verlag, für unsere Schlafsäcke, Isomatten, technisches equipment und Klamotten wird es sicherlich etwas eng...

Rosinante wird nochmals gewaschen, der gelbe Lack aufgefrischt und das Kühlwasser kontrolliert!

Dann die Akkus vom Foto geladen, Speicherkarten gelöscht, Ladegerät eingepackt.

Hoppla, was ist eigentlich mit den Campingkochsachen, Lebensmitteln für die ersten ein bis zwei Tage, und die Papiere und Landkarten wollten wir doch auch noch richten. Aus Nervosität wird ganz kurz Panik, aber das legt sich schnell wieder. Unser Auto läuft, Visa sind da, was soll eigentlich passieren.

Und ausserdem haben wir ja noch 3 Tage...

...an denen Sponsoren besucht, Papierkram erledigt und diverse Erledigungen gemacht werden müssen.

Slight nervousness makes oneself at home

Sunday evening, only 3 days in the office, then our journey starts. Who looked at our sponsor list will note that we mentioned a lot of friends, that supported us with plenty donations for the SOS children´s villages. Again this weekend we sat in front of our car, all the bags, cartons around us. How should we get all this in the car?

We filled the empty school bags, transferred the contents of the cardboard boxes in to plastic bags of big discount retailers, other bags and trolleys, so that we are able to give away these things spontaneously to poor families. Beside that we have little give-aways like ball pens, toy trucks, for people that will help us to find the right way, to recommend a accommodation or to show us the next way to the garage etc.

After a few hours our car is full packed. But there are still some space for the school books of the Mildenberger Verlag, our sleeping bags, iso mattress, other technical equipment and our clothes… Then we washed Rosinante, renewed the yellow areas and controlled the cooling water. Not forgetting the loading of the rechargeable batteries of the camera, the erasing of the memory card, etc.

And what shall we do with our camping cooking stuff, our foods for the first two or three days, the papers and maps? Nervousness is changing now in to panic. But this feeling dies down quickly. Our car is running, the visas are here, what shall happen yet. And beside that we have still 3 days left … to visit sponsors, to handle all the paper work and other transactions.

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So

18

Apr

2010

Wieder dicht

Rosinante ganz ohne Kühlung
Rosinante ganz ohne Kühlung

Nach Rücksprache mit Ralf vom Autohaus Gerstenmaier war klar, ein neuer Kühler muss her. Er hat nochmal mit den "Grünbachers" Kontakt aufgenommen und man hat gleich zugesagt, dass wir einen neuen/gebrauchten Kühler bekommen würden. Als ich morgens dann am Schrottplatz ankam - kein passender Kühler da. Mein Mut sank. Doch beim über den Hof laufen sieht der Mitarbeiter von Grünbacher, dass gerade ein Passat auf das Gelände gerollt ist und verschrottet werden soll. Ein kurzer Blick unter die Haube - sollte passen. Noch während der alte Besitzer seine Habseligkeiten aus dem Auto räumt wird der Kühler ausgebaut - 3 Minuten. Was habe ich mich angestellt und über eine Stunde für den Ausbau beim Golf gebraucht? Ok, Schläuche und Kabel sind einfach abgeschnitten, und der Ausbau war eher "rustikal".

Am Wochenende wurde dann der neue Kühler eingebaut, natürlich musste einiges angepasst werden, sonst wäre es ja langweilig geworden, aber letztendlich hat alles gepasst und die Kiste ist wieder dicht.

Die nächste Herausforderung war die Dachkonstruktion für unser Zelt so stabil zu machen, dass sie auch mich halten würde ;-) Zusatzstützen mussten montiert werden, die während der Fahrt nicht wackeln, eine Leiter und diverse  Befestigungen fehlten auch noch. Mit Hilfe meines Sohnes Florian, moralischer Unterstützung meiner Tochter, meiner Frau und Dank langer Öffnungszeiten vom Toom-Baumarkt haben wir alles hingekriegt. Uff, Gott sei Dank, jetzt sind wir wieder ein Schritt weiter.

Schließlich will ich diese Woche noch zu Fritz Berger fahren, mich für die Unterstützung bedanken und die Zelt-Konstruktion vorführen. Tina meint ja, dass diese unbedingt in Produktion gehen sollte: einfach und genial. Na, schauen wir mal, was die Profis dazu sagen.

wenn die Konstruktion meinen "schweren Schwager"...
wenn die Konstruktion meinen "schweren Schwager"...
...aushält, dann kann ich es auch wagen...
...aushält, dann kann ich es auch wagen...

Consistent again

Ralf of the car dealership Gerstenmaier made us clear that we need a new cooler. He contacted again the junkyard “Grünbacher”. They confirmed immediately that they will help us with a used cooler. The next morning I drove to the junkyard, but no suitable  cooler. My courage went down. But in the last second a “VW-Passat”, that should be scrapped, drove in the yard. This cooler should be suitable. In 3 minutes the new/old cooler was reconstructed. I couldn´t believe my eyes. I needed more than 1 hour to remove the damaged cooler of the Golf.

This weekend we installed in the new cooler, of course we had to adapt a lot, but in the end everything fitted closely and the jalopy was consistent again. The next challenge for us was the stabilisation of the roof construction (no easy job, because it has to resist my weight J). We had to install extra supports, a ladder and various fixtures. With the help of my son Florian, the moral support of my daughter and wife and of course the long opening hours of our DIY market, we managed everything. Oh, thank God, now we are again one step further.

Finally I want to drive to Fritz Berger this week, to say thank you for the support and of course to demonstrate our roof construction. Tina says, that this absolutely has to go in production: simply and brilliant. Let´s see what the professionals will say about.

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So

11

Apr

2010

Dachzelt und Esmeraldas „MakeUp“

Esmeralda wird aufgehübscht
Esmeralda wird aufgehübscht

Unsere Schweizer Freunde haben uns dann am Samstag nach der Hochzeit besucht, um die Route festzulegen, Startschilder und Aufkleber anzubringen und unsere gesammelten Spenden auf die Autos zu verteilen.

Esmeralda wurde mit diversen Aufklebern aufgehübscht – ausserdem bekam sie auch noch eine dezente schwarze Box aufs Dach.

Da wurde Rosi direkt ein bisschen neidisch, worauf wir ihr dann das Zelt auf ihr schlankes Dach geknüpft haben. Die Konstruktion ist leider noch nicht ganz fertig, macht aber doch ordentlich was her, oder?

Jetzt wird es also doch noch ein bisschen hektisch die Tage bis zur Abfahrt. Team Deutschland muss einen Kühler besorgen und einbauen. Dabei stehen auch noch diverse Werbefahrten auf dem Programm. Team Schweiz bereitet indessen eine „Vorstartparty“ vor, bei der sie Kilometergeld sammeln wollen.

Roof tent and make up for Esmeralda

Our Swiss friends visited us on Saturday after our wedding to define the route, to fix the start numbers and labels and of course to distribute our collected donations. Furthermore Esmeralda got a black box on top of her roof. With that Rosi didn´t get jealous of Esmeralda we construct a slim tent on her roof. The construction isn´t completely finished yet, but it looks already adventurous.

The next days will be a little bit hectic, because the German team has to organize and install a new cooler. As well some sponsors have to be visited. In the meantime the Swiss team is preparing a “suburb party”. Here they want to collect some kilometer money.

 

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Sa

10

Apr

2010

Rosinante ist inkontinent

vor dem Standesamt
vor dem Standesamt

Als Tina am Freitag in die Stadt fuhr, klebte nach ihrer Rückkehr zu Rosinante ein Zettel am parkenden Vehikel: Sie verlieren Kühlwasser! Tatsächlich, eine große grüne Pfütze unter dem Kühler. Vorsichtig fuhr sie weiter zum Blumenladen um ihren Brautstrauß abzuholen…

Achso, das wisst Ihr ja noch garnicht. Tina und ich haben am Freitag geheiratet, und die Rallye wird unsere Hochzeitsreise sein!

…wieder ein große Pfütze. Extrem beunruhigt und immer die Temperaturanzeige im Auge fuhr sie in unsere Wohnung. Bewaffnet mit Wasserflaschen versuchen wir die undichte Stelle zu lokalisieren. Doch je wärmer es Rosi war, desto dichter hielt sie. Also, dann können wir doch mit Ihr zum Standesamt.

Vor dem Ottersweierer Rathaus hat sie dann doch noch eine große Pfütze gemacht – vielleicht auch vor Aufregung – und Farb-Blechdosen hinter sich her ziehend, hat sie uns die paar hundert Meter dann wieder nach Hause gebracht.

Wie sich bei näherer Untersuchung herausgestellt hat, ist der Kühler an der Seite undicht, an der auch der Unfall war. Wahrscheinlich aber nur ein kleiner Haarriss, der sich bei Wärme wieder schließt?

Rosinante is incontinent

On Friday morning when Tina went into the city a big piece of paper sticked on her parking car “You lose cooling water”. Carefully she drove to the flower shop to collect her bridal flowers…

Oh well, I forgot to tell you. Tina and I have married on Friday and the rallye will be our honey moon.

… extremely worried and having the temperature display in mind she drove home. Armed with water bottles we tried to locate the leak, but without chance. So we decided to drive with her to the register office anyway. Directly in front of the register office in Ottersweier she lost again a lot of cooling water – maybe with excitement. But in the end she brought us back the few metres home safely.

On closer examination we found out that the cooler was leak. Exactly where the accident was.

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Do

01

Apr

2010

Stolzer Sponsor

Nach dem Rosinante die letzten Tage schon mit gelber Farbe und diversen Sponsorenaufklebern verschönert wurde, sind jetzt endlich auch die Aufkleber von B&K angekommen. Jörn Kalbhenn, der uns das Auto geschenkt hat, freut sich natürlich über den "Ehrenplatz" auf der Motorhaube.

Proud sponsor

The last days we beautified Rosinante with bright colours and a few new sponsor labels, but now finally we got the labels of B&K Offsetdruck. Jörn Kalbhen, who gave the car to us, was very happy with “the place of honour” on our engine bonnet.

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Di

16

Mär

2010

Esmeralda ist "ready to race"

Ist sie nicht schön geworden?
Ist sie nicht schön geworden?

Unsere Schweizer Kollegen waren ganz schön fleissig die letzten Tage und haben Esmeralda den letzten optischen Schliff gegeben. Sie ist nich nur komplett "ergelbt" sondern an verschiedenen Stellen auch noch leicht "errötet". Ist sie nicht sexy?

Die hinteren Sitzbänke sind ausgebaut, und so konnte sie ihre Vielseitigkeit direkt unter Beweis stellen. Eine Freundin des Schweizer Teams hat mehrere Pakete per Post bekommen, und hatte keine Möglichkeit diese abzuholen. Die Post-Gelbe Farbe und das immense Ladevermögen prädestinieren die französische Madame für solche Aufgaben. "Geschwind" mal losgesaust und wieder ein paar Menschen glücklich gemacht.

So ist sie halt, unsere Esse...

Esmeralda is “ready to race”

In the meantime our Swiss colleagues were very busy and put the final touches to Esmeralda. Now you can see that she is not only yellow but in some areas slightly “flushed”. Is she not sexy? The back seats were already built out so that she is now able to show here versatility. A girl friend of the Swiss team wanted to pick up some big packages at the post office, but hadn´t got the right possibility to do that. Esmeralda was predestinated for that job and made in the end some people very happy. That´s our Esmeralda…

"Für so ein paar Kisten schalte ich nicht mal den vierten Zylinder zu ;-)"
"Für so ein paar Kisten schalte ich nicht mal den vierten Zylinder zu ;-)"
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So

07

Mär

2010

Große "Bescherung"

Drei riesige Kisten kommen an
Drei riesige Kisten kommen an

Nachdem ich mit Fritz Berger in Neumarkt Kontakt hatte, und man mir zugesagt hatte, dass wir ein Zelt bekämen, kamen wenige Tage später drei riesige Kisten an. Große glänzende Augen, feuchte aufgeregte Hände beim Öffnen. Mit Hilfe meiner Kinder wurde der Inhalt ausgepackt.

Nicht nur ein Zelt, sondern eine Vielzahl von Campingartikeln haben vorerst den Weg zu uns gefunden, bevor sie auf den Weg nach Jordanien gehen (gemeinsam mit uns natürlich), und dort an ein Jugend- und Begegnungscamp weitergegeben werden:

Schlafsack und Isomatten, Taschenlampe, Kühltasche und Kühlakkus, Tassen, Besteck, Werkzeug, Solardusche, etc. - einfach alles was ein Camper-Herz begeistert.

Ja, und wir sind auch total begeistert von der großzügigen Spende und dem liebevollen Auswählen der Artikel vom Marketingteam von Fritz Berger.

Jetzt müssen wir einen etwas angenehmer temperierten Tag abwarten, dann werden die großen Sponsoren-Aufkleber aufgebracht und die Zelt-Konstruktion installiert. Da haben wir nämlich noch eine Idee, die wir aber noch nicht verraten wollen.

 

Jedenfalls war es ein bisschen wie Weihnachten an dem Tag, als wir die Kisten auspacken durften. Hey, die Bescherung ist Euch echt gelungen!!! 

Big „handing out of presents“

After contacting Fritz Berger in Neumarkt, they promised to support us with a tent. A few days later three big parcel arrived. My children opened the packages with big glossy eyes and excited clammy hands. Fritz Berger didn´t send us only the tent they collected a lot of other valuable camping stuff, that after our journey we will hand over to a Jordan-German youth camp. Sleeping bag, camping mat, torch, cool bag, mugs, cutlery, tools and solar shower – simply everything that thrills a campers heart.

Yes, and indeed we are totally delighted by the generous donation of the marketing team of Fritz Berger.

Now we have to wait for a warmer day to affix the sponsor labels on our rallye car and to install the roof construction. This is a crazy idea, that we won´t reveal yet.

Anyhow it was like a little bit of a Christmas feeling when we opened all the packages. Hey, the handing out of the presents was a big success.

Die Kisten prall gefüllt mit Campingartikeln...
Die Kisten prall gefüllt mit Campingartikeln...
...lösen Staunen und Begeisterung aus!
...lösen Staunen und Begeisterung aus!
Da lacht doch jedes Camperherz - Die Spende vom Berger-Team
Da lacht doch jedes Camperherz - Die Spende vom Berger-Team
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So

28

Feb

2010

Rosinante war bei der "Vorsorge"

Die Firma Gerstenmaier war so freundlich, am Freitag bei Rosinante noch eine Inspektion durchzuführen. Einerseits war diese sowieso fällig, anderseits soll das gute Stück ja auch ohne Probleme ans Ziel kommen. Und das kommt sie bestimmt, da werkstattgepflegt von
Gerstenmaier ;-)))

Der Verkaufsleiter Herr Steinhauer wollte es sich nicht nehmen lassen, trotz strömendem Regen die Aufkleber anzubringen.

Vielen Dank an Ralf für seinen Einsatz, und an seinen Arbeitgeber natürlich!

Den Samstag widmeten wir uns dann bei strahlendem Sonnenschein unserem Streitross. Meine Tochter Marie Therese half mir unser Zubehör zu sichten und den Dachträger zu installieren, und Tina wienerte und saugte den Innenraum.

Eigentlich kann es direkt losgehen, nein, noch nicht nach Jordanien, aber zur Teampräsentation nächstes Wochenende nach Oberstaufen!

Rosinate was at the inspection

The car dealership “Gerstenmaier” was again very kind to us and organized a free inspection for Rosinante on last Friday. Garage well tended from  “Gerstenmaier” we are now able to reach our destination without any problems.

Despite heavy rain Mr. Steinhauer, the sales director, insists to put on the labels personally. At this point many thanks to Ralf for his effort and as well to his employer. The whole Saturday then we looked after Rosinante and my daughter Marie Therese helped me to examine the car accessories and to install the roof rack and Tina cleaned and hovered the interior of the car. Actually we are ready to start directly, not to Jordan, but to the team presentation in Oberstaufen next week.

Fahrzeugübergabe nach der Inspektion
Fahrzeugübergabe nach der Inspektion
Verkaufsleiter Herr Steinhauer lässt es sich nicht nehmen, das Auto persönlich zu bekleben
Verkaufsleiter Herr Steinhauer lässt es sich nicht nehmen, das Auto persönlich zu bekleben
Frische Inspektion mit Original VW Mobilitätsgarantie für Europa!!!
Frische Inspektion mit Original VW Mobilitätsgarantie für Europa!!!
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Do

18

Feb

2010

Esmeralda hat Schraube locker...

Frühmorgens macht sich Matthias, noch ohne Nummernschilder am schweizer Auto, aber mit bereits gültiger Versicherung, auf den Weg zur Motorfahrzeugkontrolle (MFK, entspicht dem TüV in Deutschland).
Währenddessen sitzt Heinz wie auf Kohlen in seinem Büro sitzt und ärgert sich, dass er in diesem historischen Moment nicht dabei sein kann.

Der Motor schnurrt und das ganze Auto ist von oben bis unten blitzblank. Bernie von der Garage Seewental in Duggingen hat am Vorabend auf der Hebebühne noch eine Unterboden- und Motorreinigung vorgenommen. (Danke Bernie!!!)

In Laufen erstmal an der Kasse Prüfungsgebühren zahlen, danach ab in die Prüfhalle.
Der Prüfer kontrolliert als erstes die Abgaswerte, danach wäre der Bremsprüfstand dran. Aber die Esmeralda ist ja ein exotisches Exemplar mit Allrad. Und da dieser permanent ist und die Prüfbahn veraltet, fällt die Bremsprüfung weg. Dabei wurden extra alle vier Scheiben ersetzt, was allerdings bis Jordanien sicherlich noch von Vorteil ist.
Licht, Blinker, Bremslicht – alles tadelos, aber dann, oh Schreck: Die Lenkung klappert!
Der Prüfer findet eine lose Schraube und meint: “Das kann ich so nicht akzeptieren.”
Da dies aber das Einzige ist, was bemängelt wird, fällt Matthias ein Stein vom Herzen. Schliesslich ist Emeralda Jahrgang ‘89 und in diesem Alter könnte man bei genauerem Hinsehen sicherlich noch mehr Mängel finden.
Also schnurstracks zurück in die Werkstatt, Schraube nachziehen, so dass das Auto nachmittags bereits wieder vor der Prüfhalle steht.
Die Nachkontrolle ist reine Formsache, dauert in diesem Fall zwei Minuten und um vier Uhr fährt Esmeralda das erste Mal mit Solothurner Kontrollschilder auf schweizer Strassen.
Am Abend gönnen sich Matthias und Heinz ein leckeres Vollmondbier und stossen auf ihren Erfolg an.

Esmeralda has got a screw loose

Early in the morning Matthias starts on his way to the MOT test. In the meantime Heinz is sitting in his office like a cat on a hot tin roof and is vexed about not being involved in such a historical moment.

The motor is purring and the car looks spick and span. The MOT tester first checks the emission data before he starts to control the breaks. But Esmeralda is an exotic car with an all wheel engine. And because this engine is permanent and the testing station is antiquated they cancelled the break test.

Light, blinker and the break light are blameless, but then oh my good the steering is rattling. The tester finds a loose screw and says: “I can´t accept that.” But fortunately this is the only thing that they criticize and Matthias is relieved. So straight back to the garage where we retighten the loose screw. This afternoon the follow up check is only a question of form. At 4 o`clock Esmeralda drives the first time with plates on Swiss roads. This evening Matthias and Heinz enjoy their full moon beer and drink to their success.

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Mo

15

Feb

2010

Esmeralda und Rosinante treffen sich zum ersten Mal

Unsere Schlachtrösser beim ersten Treffen
Unsere Schlachtrösser beim ersten Treffen

Kotflügel und Lampe wurden auf dem Schrottplatz besorgt. Dank Ralfs guten Beziehungen kostet uns das nichts. Wir finden ein Cassettenfach in einem anderen Golf, das natürlich auch mit muss, allerdings erinnert es uns auch gleichzeitig daran, dass unser Golf nicht einmal einen Autoradio hat. Da wird mein Arbeitskollege Thomas aktiv und schenkt uns ein Original Blaupunkt Autoradio mit Cassettenfach - Wow!

Ralf läßt derweil den Kotflügel lackieren und baut alles ein.

Es kann losgehen, zur ersten Ausfahrt - in die Schweiz natürlich zu unseren Freunden.

Der Wagen läuft ohne Probleme, Tina und ich üben das erste Mal die Landkarten-Navigation unter Vermeidung von Autobahnen - wir wollen uns das Geld für die Vignette sparen. Die stattfindenden Fasnachtsumzüge sind eine zusätzliche Herausforderung.

Bei Heinz angekommen ist die Freude über unser Auto groß. Endlich geht es vorwärts in der Vorbereitung. Wir fahren direkt in die Werkstatt von Heinz und Matthias um deren Auto zu begutachten. Die Bremsen und die Lenkung haben die beiden schon in Ordnung gebracht, technisch soll alles soweit fertig sein, dass man diese Woche noch durch den TÜV kommt. Und, die beiden haben schon mal mit der Lackierung angefangen - Safrangelb, ein Wohltat für die Augen in verschneiter Schweizer Winterlandschaft.

Esmeralda wird sogleich zum Fotoshooting ins Freie gebracht.

"Esmeralda?"

"Ja, so heisst unser Espace!"

Nach den Fotos geht es in die Garage und Heinz hilft mir das Autoradio einzubauen. Ruckzuck ist das Auto doppelt so viel wert.

 

Wir gehen nochmals unsere Vorbereitungen durch und vereinbaren ein weiteres Treffen in der Schweiz, wo wir die Fahrzeuge "verschönern" wollen. Optisch muss auf jeden Fall noch einiges geschehen.

 

Auf der Rückfahrt gehen Tina und ich den Tag noch mal durch. "Esmeralda", das geht uns nicht mehr aus dem Kopf. Und da unser Auto doch so schön rot ist, da könnten wir es doch glatt.....

....ja Mensch, "Rosinante" nennen. So wie das Streitross von Don Quijote.

Der Gedanke gefällt uns - was meinst Du dazu, Heinz?

Esmeralda and Rosinante meet for the first time

Wing and headlight we got from the junkyard. Due to the good connections of Ralf we hadn´t paid anything. The still missing car radio we got from my fellow worker Thomas. An original Blaupunkt radio with an audio cassette tray. Wow! In the meantime Ralf repaired our car.

Now we are ready to make the first test drive. Where? Of course to our friends in Switzerland. The car is running without any problems and we try to find the way on the map without using any motorways (test for the rallye ;-))). Arrived at Heinz the pleasure is tremendous. We drive directly to the garage of Heinz and Matthias to examine their car. After the repair of the breaks and the steering system the car now should be technically ok. Their MOT test will be this week. As well they already started to paint their car. Saffron yellow! Now we start with the photo shooting of Esmeralda. “Esmeralda?” “Yes, this is the name of our car!” After the photo shooting Heinz helped me to install the car radio.

On our way back we decided to give our car as well a nick name. And because our car is bright red colored we baptised it “Rosinante”, like the famous horse of Don Quijote.Esmeralda and Rosinante meet for the first time
Wing and headlight we got from the junkyard. Due to the good connections of Ralf we hadn´t paid anything. The still missing car radio we got from my fellow worker Thomas. An original Blaupunkt radio with an audio cassette tray. Wow! In the meantime Ralf repaired our car.
Now we are ready to make the first test drive. Where? Of course to our friends in Switzerland. The car is running without any problems and we try to find the way on the map without using any motorways (test for the rallye ;-))). Arrived at Heinz the pleasure is tremendous. We drive directly to the garage of Heinz and Matthias to examine their car. After the repair of the breaks and the steering system the car now should be technically ok. Their MOT test will be this week. As well they already started to paint their car. Saffron yellow! Now we start with the photo shooting of Esmeralda. "Esmeralda?" "Yes, this is the name of our car!" After the photo shooting Heinz helped me to install the car radio.
On our way back we decided to give our car as well a nick name. And because our car is bright red colored we baptised it "Rosinante", like the famous horse of Don Quijote.

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Fr

05

Feb

2010

Auto ja, nein, vielleicht, doch nicht???

Blechshaden, Technik ok
Blechshaden, Technik ok
Von hinten ganz sexy...
Von hinten ganz sexy...

Anruf von Ralf aus einem VW-Autohaus:

"Du, ich hab' hier ein Auto, das ist ideal für Eure Tour. Kleiner Unfall vorne, ansonsten technisch ok, aber wirtschaftlicher Totalschaden, lohnt sich nicht reparieren zu lassen. Ich warte mal den Versicherungsgutachter ab und rede mit dem Eigentümer."

"Was ist es denn für ein Auto?"

"Ein Golf Variant"

Kurzes Schweigen

"OK, ich komme in der Mittagspause mal kurz vorbei"

 

Ein Golf, das war eigentlich nicht das geräumige Auto, das wir uns für die Rallye gewünscht hatten. OK, in den Variant kriegt man sicherlich was rein, aber dann auch noch drin schlafen? Beim Ortstermin bei Blitzeis und leichtem Schneefall schlägt die Skepsis dann doch in Begeisterung um. Das Auto scheint wirklich technisch top in Schuss zu sein, den Blechschaden und die defekte Lampe wird man umsonst reparieren, wenn wir die Teile auf dem Schrottplatz holen. Aber auch da will mir Ralf helfen.

Super, das wird unser Auto. Und als ich dann noch höre, dass der Besitzer die regionale Sparkasse ist, ist für mich sowieso alles klar. Bei einem Restwert von 350,- Euro kann man die Bank sicherlich überzeugen, dass ein Sponsoring-Engagement für einen guten Zweck ideal in deren Marketing-Strategie passt.

Frisch auf, dem Sparkassen-Menschen alles in glühender Leidenschaft geschildert, ein Hauch von Interesse geweckt und das ganze dann nochmals schriftlich für die Vorgesetzten hinterhergeschickt.

Zwei Tage später die ernüchternde Absage.

"Nein, wir werden Euch das Auto nicht schenken."

"Das enttäuscht mich zwar, dann werde ich die Karre halt für die 350 Euro kaufen."

"Nein, wir werden Euch das Auto nicht verkaufen."

"Wie bitte?"

"Wir werden den Wagen verschrotten lassen."

Ich fasse es nicht. Erklärungen über Gebrauchtwagen-Garantie, wenn man an einen Privatmann verkauft, komplizierte Genehmigungsvorgänge im Hause und ähnliches machen mich sprachlos.

Das fällt auch meinem Boss auf. Eine kurze Erläuterung meinerseits bringen ihn zu der Lösung: "Mensch mach Dir mal keinen Kopf, dann kaufe ich als gewerblicher die Kiste und schenke sie Euch, anstatt eines Benzingutscheines."

Am nächsten Tag wechseln Geld und Papiere den Besitzer und wir haben endlich - unser Rallye-Auto!

Car yes, no, maybe …

 

Call from Ralf. He is working for a VW car dealership

 

“I have the perfect car for you. A Golf Variant with a slight crash in the front, but apart from that technically o.k. This is an economic total loss for the owner. I will talk to them and as well with the surveyor”.

 

A Golf, this was actually not the commodious car that we were looking for. OK, this is the Variant version and you are surely able to transport a lot of things, but can we also sleep in this car? But then I saw the car and my scepticism changed into enthusiasm. The car is indeed in a good nick and the car body damage is certainly repaired quickly. Ralf will do that for us for free and will also help us to find the right parts in the junkyard.

 

Perfect, that`s our car. And we are convinced that the deal with the German Sparkasse (bank), the owner of the car, will run smoothly. Maybe they will donate the car to us for a good purpose. In the end the recovery value of this car is not more than 350 Euro.

 

Two days later the refusal. “We don´t give you the car. We were very disappointed, but decided then to buy the car for 350 Euro. “No, we don´t sell you the car”. “What did you say?” “We will scrap the car!”

 

We couldn´t believe what we heard. They don´t sell us the car because we are private persons. Guarantee for a used car (that´s law in Germany) and other internal and complex permits would have been necessary.

 

My boss and owner of the company heard of all these complications we had and decided to help us to get this damned car. One day later the car was ours. He gave us the car for free. At least our rallye car!

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Di

26

Jan

2010

Zweites Auto fehlt immernoch, aber erste Accesoires trudeln ein

Das deutsche Team hat immernoch kein Auto, dafür durften wir ein erstes "Accesoire" in Empfang nehmen, welches uns bis Jordanien begleiten wird. Hubert, letztes Jahr durfte ich Deinen alten Gepäckträger auf unseren BMW schrauben, dieses Jahr nun also ein Orischinal Klorollen-Etui! Und das, obwohl die Jordanier doch gar kein Klopapier verwenden... aber das ist eine andere Geschichte.

 

Wir haben in den letzten Wochen in unserer Region nach alten Autos Ausschau gehalten, die die Kriterien der Rallye erfüllen. Dann sollte es nach Möglichkeit auch ein Benziner sein, und natürlich ein Kombi, damit wir unsere Spenden für SOS-Kinderdorf transportieren können. Leider sind immernoch die Auswirkungen der Abwrackprämie zu spüren. Viele gute alte Autos sind wohl in der Schrottpresse gelandet (oder vielleicht illegal nach Afrika?!). Dennoch sind wir optimistisch. Es gibt wohl einfach Menschen, die sich vorgenommen haben uns bei der Suche zu helfen. Und diese Hilfe scheint uns seriöser als mancher Gebrauchtwagenhändler, den wir bislang besucht haben.

Also, hoffentlich können wir hier bald von dem zweiten Rallyewagen berichten.

2nd car still missing, but the first accessories arrive in dribs and drabs

 

The German team is still without a car, but instead of that we could accept the first accessories. The last weeks we looked out for old cars, that fulfil criterions of the rallye. As well we need a petrol driven car and concurrently an estate car, so that we are able to transport our donations to the SOS Childrens Villages. Unfortunately we feel still the effects of the German “Abwrackprämie” of last year. But nevertheless we are optimistic, because we know a lot of people that help us to find the right car.

 

Hopefully we are shortly able to report about the 2nd rallye car.

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Mo

21

Dez

2009

Das Team ist vollständig

deutsch-schweizerische Freundschaft
deutsch-schweizerische Freundschaft

Leider kam das ursprünglich geplante Team nicht zu Stande. Die zwei Freunde die Tina und mich begleiten wollten, schaffen es aus beruflichen Gründen leider nicht bei der Rallye mit zu machen. Also mussten Tina und ich uns nach neuen Mitstreitern umsehen. Zuerst einmal im Freundes- und Bekanntenkreis. Interesse ist bei vielen vorhanden, teilweise sogar Begeisterung, doch immer gibt es irgendwelche Gründe, die die Kandidaten dann doch abhalten.

Da wir aber im offiziellen Forum der Rallye gelesen haben, dass es viele Leute gibt, die an dieser leicht verrückten Veranstaltung teilnehmen wollen, aber keinen Platz mehr bekommen haben, beschlossen wir eine "Kleinanzeige" im Bereich "Kupplung" zu schalten.

 

„Das lachende Kamel“-Team ist noch nicht vollzählig. Wir suchen noch zwei nette und humorvolle Mitstreiter, möglichst aus Baden-Württemberg oder dem Elsass.

Einen ersten Eindruck von uns könnt Ihr auf unserer noch im Bau befindlichen homepage www.daslachendekamel.de bekommen.

Wenn Ihr ebenfalls mehr an Land, Leuten und der Reise an sich interessiert seid, als an PS und „Tagesbestzeiten“. Wenn Ihr Euch an Sponsorensuche und für Hilfe in Jordanien ebenfalls mehr begeistern könnt, als an identischer Lackierung der „Rallye-Boliden“ dann schreibt uns doch ein paar Zeilen über Euch...

 

Es haben sich tatsächlich einige Kandidaten auf unseren Aufruf hin gemeldet, Heinz und Matthias aus der Basler Gegend haben sich mit Ihrer Begeisterung für die Rallye aber gleich in unsere Herzen geschlichen. Bei unserem ersten Treffen war es Tina und mir auch gleich klar: das passt!

 

Jetzt sind wir also vollzählig, und wenn Weihnachten und Neujahr vorüber sind, dann geben wir aber alle gemeinsam Volllgas. Dann müssen jetzt endlich Fahrzeuge und Sponsoren gesucht und gefunden werden, der Kontakt und Austausch mit SOS Kinderdorf intensiviert und entsprechende Spenden eingesammelt werden. Jetzt endlich steigt wieder die Anspannung und die Vorfreude...

The team is completed

 

Unfortunately the original team did not come into existence. Two friends that were interested to accompany us had to cancel the participation in the rallye for private reasons. We had a lot of other interested parties, but in the end there were many different reasons that kept away these candidates from joining us.

 

In the end we decided to place an advert in the official forum of the Allgäu-Orient-Rallye.

 

Our team “Das lachende Kamel”  is not completed yet. We are still looking for two nice and funny guys, preferably from Baden-Württemberg or Alsace. If you are as well more interested in county, people and travel by itself than in speed and HP and if you are as well delighted by the idea of an own aid project and looking for sponsors than by painting the rallye cars, please get in touch with us.

 

And indeed in this way we found Heinz and Matthias from Basel/Switzerland. With their enthusiasm for the rallye they won our hearts promptly.

 

Now we are completed in the end. And after Christmas and New Year we will floor the accelerator, because we still need cars and plan sponsors. As well we must now step up the contacts to the Jordan SOS Childrens Villages and collect donations etc.

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Mi

23

Sep

2009

Nach der Rallye ist vor der Rallye...

Dieses Frühjahr haben so viele Bekannte, Freunde und Gäste die homepage der "Wasserpfeifen" angeschaut und den Blog verfolgt. Die Resonanz sowohl im Gästebuch als auch persönlich nach der Rallye war für uns alle überwältigend.

Wenige Wochen nach der Rallye hat mich jedoch wieder einer dieser fürchterlichen Teufel geritten, und ich habe meine Freundin Tina gefragt, ob sie 2010 die Rallye mit mir mitfahren möchte. Entgegen meiner Erwartung kam ein klares, spontanes „Ja!“ Am nächsten Tag war Anmeldebeginn und wir haben die Team-Nummer 16 ergattert, wenige Stunden später waren schon alle Startplätze vergeben.

Ende April 2010 geht es also wieder los. Allerdings unter unserem neuem Teamnamen „Das lachende Kamel“, frei nach dem französischen Käse „la vache qui rit“. Weil um Käse geht es ja beim Rallye-Hilfsprojekt.

Wir wollen dieses Mal den Schwerpunkt unserer Rallye-Teilnahme allerdings anders setzen. Wir wollen nicht nur das offizielle Rallye-Hilfsprogramm unterstützen, sondern von uns aus einem Projekt unter die Arme greifen. Wir haben mit den drei SOS-Kinderdörfern in Jordanien Kontakt aufgenommen und wollen diesen gezielt helfen. Wir wissen jetzt schon, dass Schul- und Lehrmaterial benötigt werden.

Bei der letzten Reise sind mir immer wieder Nomadenzelte aufgefallen, in denen ganze Clans auf niedrigstem Niveau mit ihren wenigen Tieren leben. Wir wollen im Vorfeld einige Hilfspakete mit Kleidern, Verbandsmaterial etc. richten, und diese dann dort abgeben.

Ideen sind genügend vorhanden, die Planung beginnt aufregend zu werden, dennoch fehlt  uns noch fast alles, und wir sind dankbar für Eure Unterstützung, egal welcher Art.

Das Wichtigste fehlt uns tatsächlich noch, ein geeignetes Auto. Es sollte über 20 Jahre alt sein, oder darf laut Schwacke maximal noch 1.111,- Euro wert sein. Ausserdem sollte es richtig groß sein, da wir darin nicht nur unsere Hilfsgüter transportieren wollen, sondern auch eine kommode Liegestatt für zwei Personen einrichten wollen. Alles was man für eine „Expedition“ mit dem Auto in weit entfernte Wüstenregionen benötigt fehlt uns ebenfalls: Abschleppseil, Starthilfekabel, Wagenheber, Ersatzkanister, Werkzeug, etc. Je nach Fahrzeug wären auch Dachgepäckträger und eine Dachbox sehr hilfreich.

Dann brauchen wir natürlich auch noch all das, was ein Leben auf der Straße gemütlich macht, und wir dann vor Ort lassen können: Campingkocher und Geschirr, ….

Und dann natürlich die Dinge, die unserem Hilfsprojekt nützen. Da wären zum einen Schulmaterialien, von Heften über Stifte bis hin zu Lineal, Zirkel, Taschenrechner, usw. Evtl. auch englische Wörterbücher, vielleicht sogar einfache englische Literatur. Mathematik-Übungshefte (ohne deutsche Textaufgaben) für die Grundschule könnten auch von Nutzen sein.

Wenn Ihr Dinge habt, die in irgendeiner Weise passen könnten, und Ihr der guten Sache spenden wollt, dann setzt Euch mit uns in Verbindung. Unsere Ladekapazitäten sind sicherlich nicht unerschöpflich (wir wissen ja nicht mal was für ein Auto wir haben werden), aber dafür unser Idealismus. Vielleicht werdet Ihr Eure Spende auch nicht sofort los, da bei uns schon Garage und Keller belegt sind und wir erst im Frühjahr loslegen, aber das sollte Euch nicht daran hindern uns anzusprechen.

Geldspenden sind natürlich ebenfalls sehr willkommen, helfen diese uns doch das, was benötigt wird, direkt zu kaufen.

 Und ganz zum Schluss noch eine wichtige Mitteilung in eigener, ganz eigentümlicher Sache: Wir sind als team noch garnicht komplett. Bislang fahren nur Tina und Christian die Rallye mit. Ein vollständiges Team muss aber aus mindestens zwei oder aber drei Autos bestehen, mit jeweils zwei Insassen.

Wer sich für die Rallye begeistern kann, sich nicht nur dem guten Zweck widmen will, sondern auch leiden möchte:

auf täglich vielen ermüdenden Stunden im Auto, bei stundenlangem Warten an Grenzen, bei Hitze am Tag, Kälte in der Nacht, bei anstrengende Kommunikation mit Händen und Füßen, bei Improvisation in  alltäglichen und außergewöhnlichen Situationen, wer sich nicht scheut auch mal einige Tage ungeduscht in den Schlafsack zu krabbeln, sich mit Menschen und Mahlzeiten auseinandersetzen muss, die er in Deutschland schlichtweg ignorieren würde, und wer darüberhinaus noch glaubt gut zu uns zu passen, und sich in den nächsten Monaten in seiner Freizeit um die Vorbereitungen zur Rallye kümmern will, der kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

The rallye is over - long live the rallye!

 

This spring a lot of friends visited the homepage of the “Wasserpfeifen” and looked at their blog with interest. The feedback after the rallye was really overwhelming, so that I decided to enter the rallye in 2010 once more. But this time I will start with my girlfriend Tina. End of April it´s happening again under the new team name “Das lachende Kamel”.

But this time we won´t only focus on the support of the rallye aid programme, but we have additionally to that our own aid project. We got in to touch with the Jordan SOS Children Villages and want to provide them with school and teaching material. As well we want to prepare some aid packages for the poor population in Jordan that you find all over the country.

We have a lot of ideas, our work is starting to get very exciting, but still we need a lot of support. We are grateful for every help that we can get from you.

The most important thing is indeed missing. A suitable car. Only cars that are not less than 20 years old or cost not more than 1111.11 Euro are allowed to take part in the rallye. Furthermore this car should be big, so that we are able to sleep in this car and as well to transport all our relief supplies. We need everything that is useful for such an expedition. For example a towrope, booster cable, car jack, tools, camping boiler and dishes, etc.

And then of course all the things, that support our own aid project. For example school and teaching material, pens and pencils, ruler, calculator etc.

If you have got anything, that fit the bill and you want to donate this to our project please get in touch with us. As well we appreciate every cash donation that helps us to realise our ideas and plans.

Finally we have to tell you that we still need two further team members, because one team needs to have two or three cars with two occupants each. If you are interested in the rallye and enthusiastic about our aid project please get as well in to contact with us.

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asdf