Windhoek

Maun ist ¨die¨ Safaristadt in Botswana. Eine Unmenge an Veranstaltern, die Flüge, Safaris und andere Wildlife Aktivitäten anbieten. Das Straßenbild wird von Geländewagen beherscht - entweder mit deutlichen Alters- und Gebrauchsspuren, dann gehören sie den Veranstaltern, oder aber neu, modern, und bis unters Dach mit Offroad-Equipment ausgerüstet, evtl. noch mit Offroad-Anhänger - diese Fahrzeuge gehören den südafrikanischen Touristen.Überhaupt, die Südafrikaner, auf Reisen sind sie ein lustiges, für uns recht befremdliches Volk. Riesige Kühlboxen in den Fahrzeugen beheimaten Bier im Kühlbereich und Fleisch zum Grillen im Tiefkühlbereich. Viele können zwei Wochen jeden Tag Fleisch grillen, ohne Einkaufen zu können. Das Campingequipment ist robust und schwer. Hier schläft keiner auf einer Isomatte, sondern auf Feldbetten im Zelt. Großflächige Planen halten das Camp schattig bei Tag, Halogen- und LED-Strahler beleuchten das Camp bei Nacht. Die meisten Sündafrikaner reisen in Gruppen, das heißt mit mehreren Fahrzeugen, und bis so ein Camp abends steht, vergehen gut und gerne 2 bis 3 Stunden. Da wird aufgebaut, nebenbei Feuer gemacht, die Frauen beginnen für das Abendessen Gemüse und Salat zu schnippeln, und irgendwann ist der große Moment, wo die Männer das Fleisch auf den Grill legen - der heiligste Moment des ganzen Tages. Dann wird gegessen undmit einer Büchse Bier in der Hand um`s Feuer gesessen. Wir haben inzwischen einige dieser geselligen Abende in der Gesellschaft von Südafrikanern verbringen dürfen. Was dann am nächsten morgen kommt ist wieder umso befremdlicher. Um 7 Uhr in der Früh ist das Camp abgebrochen, zusammengeräumt und in Auto und Anhänger verstaut, und man saust mit 120 Sachen über staubige Pisten dem nächsten Camp und Grillabend entgegen. Jetzt, kurz vor Ostern sind wieder viele Südafrikaner unterwegs. Wir lassen es gemütlich angehen, und buchen eine Mokoro-Fahrt in`s Okavango Delta. Mit einem Einbaum, der inzwischen allerdings aus Kunststoff ist, wird man durch das Delta gepaddelt. Auf kleinsten Wasserwegen, kurvig und keinen Meter breit stochert uns ein Guide an Nilpferden und Krokodilen vorbei. Wir sehen viele Wasservögel, und wie so oft in Afrika, viele Seeadler, die majestätisch durch die Lüfte gleiten oder hoch in den Bäumen nach Beute Ausschau halten. Auf einer Insel im Delta steigen wir aus und machen eine zweistündige Wanderung um nach Wild Ausschau zu halten. Zu Fuß ist das um einiges spannender als im Auto. Wir sehen Antilopen und Zebras, und dann treffen wir auf eine 5-köpfige Elefantenfamilie. In gebührendem Abstand beobachten wir diese beim Grasen im Buschland. Unser guide ist mit einem Stock bewaffnet, der uns sicherlich nichts nüntzen würde. Dementsprechend halten wir einen Abstand von gut 100 Metern. Nach diesem Erlebnis machen wir uns wieder auf die Piste. Nach 3 Tagen Kilometer fressen , sind wir gestern im modernen und hektischen Windhoek angekommen. Es ist laut, der Verkehr ist schnell, aber man kann im Supermarkt, der eine groooooße Auswahl hat, mit Kreditkarte bezahlen, hat WiFi am Campingplatz und es gibt gute Autowerkstätten. Wir haben am Toyota Reparaturen zu erledigen und ein Kundendienst steht an, bevor wir uns auf die weiten und teilweise schwierigen Pisten des Landes aufmachen. Der Werkstatt-Termin ist erst nach Ostern, also treiben wir uns in der Umgebung von Windhoek noch ein bisschen rum. Heute haben wir schon Joe`s Beer Bar besucht, wo ich paniertes Kudu-Schnitzel mit Spätzle und Salat genossen habe. Außergewöhnliches Gericht in einer außergewöhnlichen Umgebung

einen Einblick in unsere Küche: heute gibt es überbackenen Kürbis aus dem Potjie
einen Einblick in unsere Küche: heute gibt es überbackenen Kürbis aus dem Potjie
Kohle auf den Deckel für Oberhitze
Kohle auf den Deckel für Oberhitze
Lecker mit Windhoek Bier
Lecker mit Windhoek Bier

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Kommentare: 1
  • #1

    olli (Dienstag, 07 April 2015 23:16)

    hahaa, kudu-schnitzel mit spätzle, sehr geil. seid wirklich in afrika ??? bring halt ein kleines sortiment an afro-beer mit, ich muss mich weiter bilden. viel spass noch, und immer ne handbreit öl in der wanne, ciao olli