South Luangwe National Park

Wir sind mal wieder im ¨Tier-Beobachtungs-Rausch¨! Das Camp grenzt an den South Luangwe National Park, und ist genau so wie dieser ohne Umzäunung. Es ist zwar der Luangwe River zwischen uns und dem Park, aber dieser ist kein echtes Hindernis. Dementsprechend laufen hier schon mal Wildtiere durch den Platz, auch deshalb, weil kaum jemand da ist. Morgens ziehen zuerst einmal die Affen durch den Platz, auf der Suche nach etwas Essbarem. Die durchsuchen unsere Pick-up Ladefläche auch wenn wir darüber noch in unserem Dachzelt schlafen. Es sind zwei Gruppen, Paviane und ... Wir sind direkt am Flussufer und vielleicht 50 Meter entfernt räkeln sich Krokodile auf einer Sandbank. Im Laufe des Tages kommen dann noch Elefanten direkt durchs Camp, was bei den wenigen Gästen für etwas Panik sorgt. Ständig hören wir das Grunzen und Rufen der Nilpferde, ab und zu trompetet ein Elefant. Antilopen grasen in einiger Entfernung, sie sind doch etwas scheuer als die Dickhäuter. Irgendwann kommen dann nochmals die Affen durch. Abends im Dunkeln hören wir nicht nur die Tierlaute, sondern immer wieder heftiges Platschen. Das sind Nilpferde, die vom Ufer wieder ins Wasser ¨steigen¨. Nachts um zwei steht ein Elefant drei Meter von unserem Zelt und reißt sich große Grasbüschel aus dem sumpfigen Untergrund. Tina ist in heller Aufregung, ich verschlafe die Szene. Wenige Meter entfernt grast ein Nilpferd neben den Zelten einer Reisegruppe und hält diese vom Schlafen ab. Gestern sind wir in den Park gefahren. Wir haben sicherlich hunderte Elefanten gesehen, genauso Antilopen. Aber auch wieder Nilpferde, Krokodile, Giraffen, Wasservögel, Adler und einen Leoparden. Der kam uns auf dem Weg entgegen, und hat sich in aller Seelenruhe an unserem Auto vorbei gedrückt. Da haben wir uns nur noch gewünscht einen Löwen zu sehen. Und prompt blieben wir in dem verlassenen Park auf einem Seitenpfad im tiefen Schlamm stecken. Glücklicherweise war ein Baum in Reichweite, so dass wir die Winde einsetzen konnten. Aber so richtig wohl war mir dabei nicht. Ganz schnell habe ich den Wunsch auf eine Löwenbegegnung von meiner Liste gestrichen. Schließlich ist es nicht umsonst strengstens verboten aus dem Auto zu steigen. Tina hat Wache gehalten, während ich die Aussenarbeiten erledigt habe. Jetzt sind wir noch einen Tag hier auf dem Camp und wollen morgen weiter nach Malawi.

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Kommentare: 2
  • #1

    Frank (Mittwoch, 18 Februar 2015 20:04)

    Hallo Ihr beiden,

    nachdem Ihr ewig nix eingetragen habt, habe ich mir schon Sorgen gemacht. Ich dachte ich schon an:
    - zerrüttete Ehe
    - anstehende Lösegeldforderungen einer politischen Minderheit oder
    - Löwen-Essen auf Rädern.
    Nach eurem aktuellen Eintrag scheint ja letzteres am wahrscheinlichsten. Das klingt alles sehr spannend. Ich drück' euch die Daumen, dass ihr weiterhin schadlos weiterkommt. An Christina: Nicht alles was groß und grau ist und nachts komische Geräusche macht, ist gleich ein Elefant (ich musste mit deinem Gatten auch schon die Ruhestätte teilen)
    Schreibt weiter und noch viele schöne Erlebnisse.
    Frank

  • #2

    olli (Freitag, 20 Februar 2015 21:10)

    kich, ich auch ;;-)