Wildlife Camp

Ich muss mich bezüglich Zambia etwas revidieren. Ja, die Hauptstadt Lusaka ist verhältnismäßig modern, doch danach kamen 800 km Landstraße durch den Busch. Keine größere Stadt sondern hauptsächlich kleine Dörfer mit Buschhütten, diese inzwischen rechteckig und aus selbst gebrannten Backsteinen gemauert, und kleine Rundhütten daneben für Vorräte oder Vieh. Die Frauen in Zambia sind eher traditionell gekleidet. Anstatt westlicher Kleidung überwiegen hier bunte Wickelröcke. Und die Frauen tragen ihr eigenes Haar. Was uns schon in Südafrika aufgefallen war, dass die Frauen häufig westliche Frisuren haben, meist mit langen glatten Haaren, hat sich bislang nicht geändert. Sogar in den Supermärkten, aber natürlich in Spezial-Läden kann man Haare kaufen und diese entweder selbst einflechten, oder der Friseur übernimmt das. Jetzt sieht man endlich krause Haare, manchmal strubbelig, manchmal zu kunstvollen Zöpfen an die Kopfhaut geflochen, oder - das ist meine Lieblingsfrisur - zu kleinen abstehenden Sputnikzöpfen. Und die Zambis fahren Fahrrad. Und sie transportieren alles erdenkliche mit dem Fahrrad. Am Straßenrand werden große Holzkohlesäcke verkauft, schätzungsweise mit 25 kg, teilweise haben wir Fahrräder mit sechs dieser Säcke beladen gesehen. Aber auch Wasserkanister, Gemüsekisten, tote Ziegen, Getreidesäcke, Maisstauden, Feuerholz, alles wird auf dem Fahrrad tranportiert, manchmal auch nur schiebend. Gestern abend waren wir an einem Campingplatz mit Bar. Die Jungs, die wir in der Bar getroffen haben - alles Weiße - hätten ungeschminkt direkt auf Jacks Sparrows ¨Black Pearl¨ in ¨Fluch der Karibik¨ mitspielen können, ohne aufzufallen. Das Leben und die Typen, die man trifft, ist meistens viel spannender, als Holywood, man muss nur die Augen aufmachen

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