Lake Kariba

Wir sitzen am Kariba Lake, heute hat es zwar keine 30 Grad, aber die Luftfeuchtigkeit lässt uns ordentlich schwitzen. Wir sind froh, um jeden leichten Lufthauch. Was ist geschehen, seit unserem letzten Eintrag? Ein Entwicklungshelfer in Mutare empfiehlt uns die Bvumba Mountains und wir besuchen die Region an der Grenze zu Mosambik. Leider regnet es, so dass wir nicht wandern können, aber wir dürfen auf dem Campingplatz die Küche der Backpacker nutzen, und wir verbringen zwei wunderbare Abende vor ¨unserem¨ offenen Kamin. Danach geht es wweiter in den Nyanga National Park. Hier gibt es zwar nicht viel Wild, aber dafür phantastische Landschaften und einen atemberaubenden Wasserfall. Er ist fast nicht erschlossen, man fährt Stunden über miserable Pisten, das letzte Stück besonders übel, dann geht es nochmals zu Fuß an einer steilen Felskante entlang und dann sieht man ihn. Übre 700 Meter (!!!) stürzen sich die Wassermassen die Felswand hinunter. Ich kann es nicht nachprüfen, aber es scheinen die zweithöchsten Fälle der Welt zu sein? Wir verlaufen uns jedenfalls übel im Dschungel und kommen spät, durstig und verschwitzt ans Auto zurück. Wieder geht es nach Mutare, wo mir die bettelnden Straßenkinder dem Supermarkt allerdings ordentlich auf die Nerven gehen. Ich muss allerdings zugeben, dass wir sowohl in Botswana als auch in Zimbabwe Bettler erleben,aber diese sind weit weniger aufdringlich, als wir das in Nordafrika oder ich in Indien erlebt habe. Ich musste die Eintragung kurz unterbrechen, weil uns eine Zebraherde auf dem Campinplatz hier besucht hat. Sie grasen um unser Auto und sind nicht scheu. Vor zwei Tagen erlebten wir hier auf dem Platz zwei Elefanten. Da wurden wir allerdings etwas nervös, weil wir gerade etwas getrunken haben, und Elefanten ein sehr gutes Näschen haben und auf alles Süße stehen. Als ich mich später geduscht habe, mit Limettenduft und plötzlich Tierdung gerochen habe, wurde ich nochmals richtig nervös. Doch zurück nach Mutare. Von hier aus geht es nach Harare, wo wir einen heftigen Regen erleben und keinen Campingplatz finden. Wir sind für Zimbabwe zu schlecht vorbereitet. Die touristische Infrastruktur ist sehr bescheiden, und was gestern in unserem Reiseführer noch gestimmt hat, gibt es heute nicht mehr. Nach Stunden des Suchens und Fragens geben wir auf und verlassen die Hauptstadt Zimbabwes und versuchen unser Glück in einem Vogel-Park an einem See. Der Campingplatz ist zwar ausgeschildert, doch wahrscheinlich auf Grund der heftigen regenfälle ist niemand da. Es wird schon wieder dunkel, und wir kommen bei einer äußerst liebenswerten weißen Dame unter, die seit 1961 in Rhodesien/Zimbabwe lebt. Sie lädt uns in ihr Gästezimmer ein und zwei Abende erzählt sie uns ihr Leben und viele Geschichten und Anekdoten, die es wirklich wert wären, dass sie veröffentlicht werden. Wir haben hier mit so vielen Menschen über die Situation im Land gesprochen, zugegebermassem mit mehr Weißen als Schwarzen, abe was wir hören, macht uns betroffen. Wir nehmen uns fest vor, vieles von dem gehörten zuhause zu recherchieren. Und jetzt sind wir am Lake Kariba und haben gerade eine Segeltour auf einem Katamaran hinter uns, inclusive Übernachtung an Deck unter einem afrikanischen Sternenhimmel. Wir haben Elefanten im Wasser gesehen, Nilpferde und Krokodile. Impalas haben uns in unserer kleinen Bucht gute Nacht gesagt und heute morgen haben uns Büffel begrüßt. Alles überwacht von dutzenden Seeadlern.Und wir haben ein paar schöne Barsche geangelt. NOch sind wir uns über die weiter Route nicht klar. Vermutlich geht es aber morgen weiter nach Sambia.

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Kommentare: 1
  • #1

    Jürgen (Freitag, 13 Februar 2015 22:18)

    Hallo Christian und Tina
    Hört sich ja alles super an. Haltet die Ohren steif und macht weiter so.
    Euer Haus steht noch, alles gut.
    Bis bald Jürgen