Botswana

Wir sind den dritten Tag in Nata, Botswana, und campen auf der Lodge hier. Die Temperaturen bleiben stabil in den mittleren 30igern, und wir sind froh Liegen im Schatten und einen Pool nutzen zu können. Nach fast zwei Monaten Reise, war diese Pause überfällig. Zuvor hatten wir die Kalahari besucht. Nach schweren Regenfällen waren die Pisten hier eine echte Herausforderung. Tiefe lange Pfützen, Schlamm, und dann wieder Fels und Weichsand. Belohnt wurden wir mit Tierherden, Wüstenfüchsen, Schakalen, und... nachts wieder mit Löwengebrüll. Hierzu muss man wissen, dass in Botswana die Übernachtungscamps weder eingezäunt noch bewacht sind. Man überlegt sich wirklich mehrfach, ob man nachts aus dem Zelt klettert um Pinkeln zu gehen. Danach wagen wir ein besonderes Abenteuer. Die Piste über große Salzpfannen nach Kubu Island, ein heiliger Ort der Buschmänner. Normalerweise ist diese Strecke während der jetzigen regenzeit nicht zu befahren, und in der Trockenzeit sollte man ebenfalls mit mehreren Fahrzeugen unterwegs sein. Das Risiko mit dem Wagen durch die Salzkruste zu brechen und im Schlamm festzustecken ist immer vorhanden.Wir erkundigen uns auf der Gweta Lodge, und von dieser Seite aus sollte es gehen. Es hat seit Wochen nicht richtig geregnet und erst vor kurzem ist eine Gruppe die Strecke gefahren. Wir beschließen es zu wagen, penibel in der Spur zu bleiben, und sobald wir sehen, dass die Spur tief und matschig wird, umzudrehen. Wir packen Wasser, Vorräte und Diesel ein. Es ist Zebra-Wanderung, und wir sehen große Herden der gestreiften Pferdchen. Das schönste Erlebnis ist, als wir auf dem Salzsee mit ca. 70 Sachen in mitten einer galoppierenden Herde dahinsausen. Der Matsch ihrer Hufe fliegt durch unsere Seitenfenster, so nah sind wir uns. Als wir kurz darauf noch einen Geparden in voller Geschwindigkeit die Savanne durchkreuzen sehen, sind wir platt. Die Nacht auf der Felsen-Insel, die aus dem flachen Salzsee ragt hat etwas mystisches. Wir lassen uns von den vielen skurilen Baobab Bäumen und dem heiligen Platz der San-Buschmänner begeistern. Inzwischen hat unser treuer Toyota 10.000 km mit uns in Afrika zurück gelegt, so dass wir jetzt zuerst einmal einen Ölwechsel machen, bevor wir uns auf den Weg nach Simbabwe aufmachen werden

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Kommentare: 4
  • #1

    Alex (Montag, 26 Januar 2015 21:14)

    Carry on folks, einfach magisch........war ne lange Pause, zu lang....

  • #2

    Frank (Dienstag, 27 Januar 2015 16:53)

    Hallo Ihr beiden,
    klingt mächtig nach Hatari. Ich nehme an, Christina saß auf dem Kotflügel und hat mit einer Schlinge so ein Streifentierchen eingefangen für das abendliche Grillen ;-)
    Ich werde hier mal die 10.000 km in zwei Monaten als Messlatte für den Außendienst vorschlagen (mit Abschaltung der Klima-Anlage). Ich wünsch euch noch weitere aufregende Tage in Afrika. Keep on posting.
    Frank
    P.S. ich wusste ja, dass mein Coiffeur ein Trendsetter ist, aber das du alles nachmachen musst?

  • #3

    Christian (Dienstag, 27 Januar 2015 18:25)

    Mann hat das gedauert bis Lesenachschub von euch kam ;)
    Man denkt sich ja sonst was.... Ansonsten weitermachen.
    Grüße
    Chris

  • #4

    Christian (Freitag, 30 Januar 2015 15:02)

    Danke für Eure Kommentare. Wir haben selten und meist nur schlechtes Internet - deshalb kann ich auch keine Bilder einstellen. umso mehr freut Ihr Euch auf unseren Dia-Abend...
    Frank, Du warst doch schon immer mein modisches Vorbild, deswegen habe ich mir jetzt auch ein rotes Che Guevara T-Shirt gekauft! Ne Baskenmütze finde ich hier allerdings nirgends.