Safari - Fortsetzung

Nach unserem aufregenden Rhino-Erlebnis wollten wir eigentlich einen ruhigen Abend im Camp des Parks verbringen. Doch schon beim Abendessen zubereiten hörte ich das heißere tiefe Brüllen eines Tierens. Es begann mit einem lautem Schreien, gefolgt von rhythmischen Stöhnen und wieder Schreien. Ehrlich gesagt, hörte es sich nach heftigem tierischen Geschlechtsverkehr an. Dies wiederholte sich alle halbe Stunde bis Stunde. Als wir später im dunklen weil stromlosen Camp nach dem Essen zusammensaßen, hörte Tina Schritte. Ich richtete unsere leuchtstarke Aldi-Taschenlampe in die Richtung und der Ranger tauchte mit freundlichem Lächeln auf. Wir fragten ihn, wer denn diese Schreie verursachte und er bestätigte, dass dies ein Löwe beim Geschlechtsverkehr sei: ¨it`s a lion, but it`s far away, 100 to 150 Meter...¨ Die zweite Hälfte seiner Aussage verunsicherte uns schon ein bisschen, schließlich hatten wir den verrosteten halbhohen Stacheldraht des Camps vorher gesehen. Jedenfalls ging die Orgie in schöner Regelmäßigkeit die ganze Nacht durch, immer wieder wurde das Gebrüll von einem anderen Löwen aus anderer Richtung kommentiert. Die Nachtruhe war entsprechend kurz für uns. Am nächsten Tag haben wir Swaziland verlassen, für uns war das durchfahren der endlosen zuckerrohrfelder und wenige Ortschaften eher langweilig, vielleicht tun wir dem Land mit diesem Urteil aber Unrecht. Gestern sind wir dann in den Kruger Nationalpark eingefahren, und haben seither unendlich viele wilde Tiere gesehen. Große Herden elefanten, Wasserbüffel, Antilopen, ein Rudel Wildhunde, Giraffen, Zebras, Gnus, Kudus, Waterbucks, verschiedene Adler, Rhinos, Hippos und natürlich Löwen sowie einen Leoparden. Da es Sommer ist und viel regnet, ist der Park grün und die Tiere können sich hinter Büschen sowie im hohen Gras hervorragend verstecken. Es gibt genügend Wasser, so dass man an den großen Wasserstellen vergeblich wartet. Wir hatten also ganz schön viel Glück. Aber wir sind auch in Schleichfahrt mit unserem Geländewagen durch den Park gefahren, der Beifahrer immer Fernglas und/oder die Kamera am Auge. Allerdings war es gestern unerträglich heiß, es dürften knapp an die 40 Grad ewesen sein bei hoher Luftfeuchtigkeit. Glücklicherweise habe die Camps im Park jeweils Swimmingpools, die zwar auch warm sind, aber im ersten Moment doch etwas erfrischen.

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