Heia Safari

haia safari nachdem wir einen ruhetag in ballito noerdlich von durban verbracht haben, ging es gestern durch den hluhluwe imfolozi wildpark. eines vorweg, es ist hier sehr warm (gluecklicherweise haben wir keinen thermometer im auto, sonst waere es uns noch heisser), und die luftfeuchtigkeit ist hoch. wir sind ordentlich am schwitzen in unserem oldtimer. denoch haben wir den besuch im park sehr genossen. immerhin haben wir drei der soenannten "big five" gesehen: elefanten,bueffelund nashoerner. ausserdem giraffen, zebras, antilopen und gnus. leider hatten sich loewe und leopard versteckt, dafuer konnten wir einen geparden beobachten. jetzt geht es durch swaziland in den kruegerpark, wo wir mit fernglas und foto den grosskatzen auflauern wollen! 


Tassenklau und Rhino-Attacke

Wir sind gestern spät im Busch-Camp angekommen - wieder mal ein fantastischer Platz, mitten in der Wildnis, alles rustikal, aber gepflegt. Wir sind in die Dunkelheit gefahren, eigentlich ein ¨No Go¨, hatten aber vorher nichts gefunden.Wir bauen auf und kochen in der offenen Gemeinschaftsküche. Unsere Küchenbox lassen wir der Einfachheit halber für morgen früh stehen. Als ich mich fürs Schlafen gehen fertig mache kommt noch ein Auto auf dem Platz an, zwei Jungs mit einem Kleinwagen, ich vermute Touris mit Mietwagen. Ich gehe nochmals in die Gemeinschaftsküche, und tatsächlich, da trinken die Jungs aus unseren Bechern. Ehrlich gesagt, wenn ich mir siffige Gemeinschaftsgeschirr sehe, dann hätte ich auch eher die gespülten Edelstahltassen gewählt. Aber es war auch eindeutig, dass diese kaum zum Campingplatz gehörten. In der mir eigenen freundlichen Art mache ich die Jungs darauf aufmerksam, dass die Tassen keinesfalls Allgemeingut seien, sondern eindeutig zu mir gehören. Den beiden ist es extrem peinlich - dass sie erwischt wurden - ich werde freundlich und wir kommen ins Gespräch. Nach zwei Minuten weiß ich, dass es Deutsche sind und der eine sogar mit Sofie in der Freiwilligen-WG in Kapstadt wohnt. Später bringe ich den Beiden noch unsere angebrochene Flasche Wein ins Auto, damit sie besser in den Liegesitzen ihres Miet-Kleinst-Autos schlafen. Wir genießen noch den Swimmingpool im Camp bevor wir uns auf die heiße Fahrt nach Swaziland machen. Als wir mit allen Formalitäten an der Grenze durch sind, fällt einem Beamten der fehlende Registrierungsaufkleber auf, den sonst doch alle Autos hätten. Ich erkläre ihm, dass wir aus Deutschland seien, und deshalb das Auto weder in Südafrika noch quasi in Swazi registriert sei, sondern in Europa. ¨But Sir, you are in another country now and you have to respect our rules!¨ Er hat recht, und mir fällt was ein. Wir haben da doch den schönen TÜVStempel am Nummernschild, da steht auch ein Datum drauf. Ich zeige ihm den Stempel und er versteht, ist zufrieden und hat bei der Hitze wahrscheinlich auch keine Lust mehr sich mit mir zu beschäftigen. Vor seinen kompletten Kollegen klärt er mich nochmals darüber auf, dass diese Sache sehr ernsthaft sei, und ich bei weiteren Kontrollen direkt den Stempel mit den entsprechender Erklärung zeigen sollen, schließlich könnte hier keiner wissen, dass wir die Registrierung am Nummernschild und nicht auf der Scheibe hätten. Wir reisen ein. Wenige Ortschaften, dafür aber viele Rinder auf den Straßen, das ist unser Eindruck bis zum Hlane Nationalpark, wo wir campen wollen. Wir sind so rechtzeitig da, dass wir noch eine kleine Safari mit unserem Wagen machen können. Der Busch ist dicht, die Wege matschig und extrem ausgefahren, voller Konzentration schauen wir nach Wild aus. Nach einer Abzweigung kreuzen direkt zwei Rhinos unseren Weg. Ich bleibe stehen und will fotografieren, doch Tina ist die Nähe von unter zehn Metern nicht geheuer, Wir fahren weiter. Doch der Weg ist eine Sackgasse. Also wenden wir. An genau der gleichen Stelle, wo wir vorher die beiden getroffen haben, kommt uns ein riesiger Nashornbulle entgegen. Ich mache den Rückwärtsgang rein, wende im Unterholz und der Kerl gibt Vollgas und verfolgt uns. Unglaublich wie eine so riesige Tiermasse sich so elegant und schnell fortbewegen kann. Wir rumpeln mit ordentlicher Drehzahl durch die Schlammlöcher bis zum Ende der Sackgasse - er ist weg. Wieder wenden wir und fahren langsam zurück. Weit vor uns kreuzt er unseren Weg und schenkt uns keinen Blick. Vorsichtig geht es weiter. Hinter der nächsten Kurve eine Nashorn-Mama mit Kind. Noch bevor ich ünberhaupt reagieren kann flünchten beide in den Busch - wir sind mit Adrenalin vollgepumpt bis in die Haarspitzen. Einige Meter weiter sehen wir bei einer kleinen Abzweigung folgendes Schauspiel: Ein Auto (das einzige ausser uns momentan im Park), steht auf dem engen Buschtrail, ihm kommen drei Elefanten entgegen, mit wedelnden Ohren, hoch aufgerichtet und etwa 50 Meter hinter ihm stehen 5 Nashörner direkt im Weg. Wir sind vielleicht 300 Meter entfernt, beobachten mit laufendem Motor, ob wir vielleicht gleich losfahren müssen um Hilfe zu holen. doch der kleine rote Geländewagen hat die Ruhe weg. Ganz langsam fährt er rückwärts auf die Rhinos zu, die Elefanten nehmen seine Flucht wohlwollend zur Kenntnis und werden langsamer. Die Rhinos machen zuerst platz, dann stellt sich ein großer Bulle wieder in den Weg. Das Auto bewegt sich ganz langsam, wendet in einer Lücke im Busch und kommt die letzten Paar Meter auf die Rhinos zu. Jetzt geht auch der Bulle zur Seite. Tina und ich haben während dem Schauspiel keinen Atemzug getan, wir sind völlig fertig. An weiteren Rhinos vorbei - die sind jetzt alle wach und latschen im Gebüsch neben uns oder queren den Weg - fahren wir in unser umz-äuntes Camp. Uff.

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Kommentare: 1
  • #1

    olli.ba@web.de (Samstag, 17 Januar 2015 10:48)

    happy new year ihr 2 !!! freut mich dass ihr spass habt und es euch gut geht. umfolozi war ich auch, wir sind auch von nem 3 to rhino mit nem bestimmt 1 m langen nashorn 'begleitet' worden, und lions haben wir auch keine gesehn, aber ne puffotter ging auf unseren vw chico los. passt auf euch auf, bis denne, ciao olli