Werkstatt-Tag

Heute war Werkstatt-Tag. Wir haben 25 km ausserhalb von Pietermaritzburg übernachtet und sind um 6 Uhr aufgestanden, um rechtzeitig um 8 Uhr in der Werkstatt von Campworld zu sein. Gestern schon waren wir bei Campworld, und haben unser neues Dachzelt klar gemacht, sorry Til. Das Dachzelt von Dir hat uns 5 Wochen beherbergt, allerdings war es nicht mehr dicht, und das Risiko, dass der Stoff wieder reisst ist uns für die nächsten Monate einfach zu groß. Wir haben Dein Zelt, Til, der Missionsstation in Lesotho gespendet, wo wir vor kurzem waren. Studenten werden es bei Exkursionen im Land nutzen. Ich denke, mit diesem Einsatz-Zweck können wir leben?! Um 11 Uhr war das Dachzelt montiert. Wir haben uns noch rote und weiße Reflektor-Sticker besorgt, die man in Simbabwe benötigt, Dann ging es weiter zum Auto-Elektriker. Der Anlasser wurde ausgebaut und die Kontakte gewechselt. Wir wollen so viel als möglich in Südafrika erledigen, wo die Infrastruktur gut ist, bevor wir nach Simbabwe fahren. Deswegen waren wir um halb zwei dann auch schon beim Feder-Spezialist, wo wir die Blattfedern hinten links nachbiegen ließen. In Baden staucht man in dieser Jahreszeit sein Bier (das heißt, man stellt eine kalte geöffnete Flasche Bier in warmes Wasser, damit man diese nicht so kalt trinken muss), ich habe mir hier die Blattfeder gestaucht. Dann ließen wir uns noch eine Kühlerbefestigung schweißen, und gegen 4 Uhr ging es endlich Richtung Küste nördlich von Durban, wo wir in Ballito einen Campground gefunden haben. Die Fahrzeugreparaturen hören sich dramatischer an, als sie sind. Wir sind mit einem Oldtimer unterwegs. Die Banspruchung auf den teilweise extremen Pisten und Pfaden (Lesotho) ist enorm. Wir haben so etwas noch nicht erlebt. Aber alle Probleme ließen sich beheben. Und die Begegnungen mit den Menschen in den Hinterhof-Werkstätten sind unbeschreiblich. Inzwischen werden wir mehrfach täglich bezüglich unseres Autos angesprochen. Die Begeisterung der Südafrikaner und Lesothis für unseren Oldie öffnet Türen für aussergewöhnliche Einblicke in den Alltag der Menschen. Wir erzählen über unsere Reise und über uns, und fragen, wie die Einheimischen leben. Und wir bekommen immer Antworten, man nimmt sich Zeit, uns zu erklären, wie der Alltag, das Leben und die Zukunftsperspektiven sind. Deshalb sind wir inzwischen mehr als bestätigt, diese kurzfristige Entscheidung mit unserem Pick-Up gefällt zu haben. Und ganz ehrlich, viele der Pistenkilometer hätten wir mit dem Motorrad nicht geschafft, schon garnicht in Lesotho bei Regen. Heute nacht werden wir also in unserem neuen Dachzelt verbringen! Sleep well in your Bettgestell...

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Kommentare: 3
  • #1

    Til (Sonntag, 11 Januar 2015 17:41)

    Genau der richtige Lebensabend für das Dachzelt! Dank meinem Klappdach brauche ich es nicht mehr und es hatte doch schon einige Dienstnächte auf dem Buckel. Einen besseren Platz konntet ihr nicht finden. Ich hoffe aber, Ihr habt die zweite Dose Bier vorher noch im Zelt gefunden??

    Gruß Til

  • #2

    Werner (Montag, 12 Januar 2015 21:09)

    besser spät als nie - auch ich wünsche Euch noch gutes, tolles und erlebnisreiches Neues Jahr 2015. Macht weiter so mit den Reiseberichten, es macht Spaß (und neidisch), daran Teil zu haben.
    Gruß Werner

  • #3

    Karin (Dienstag, 13 Januar 2015 11:25)

    Es ist ungeheuer spannend eure Reiseerlebnisse miterleben zu dürfen. Dank Google Map kann man auch sehen, von wo ihr berichtet (Bilder mehr wären nicht schlecht).
    Ich hoffe, dass man eure Reiseeindrücke, Erfahrungen und Berichte "schwarz auf weiß" in Buchform nachlesen kann oder ihr veranstaltet nach eurer Rückkehr Vorträge, mit Weinen aus Südafrika und Braa.
    Auf jeden Fall freu ich mich auch weiterhin an eurer Auszeit teilhaben zu dürfen.