Gottesdienst in ¨Sesuthu¨ (Sprache Lesothos)

Zuerst einmal wollen wir Euch allen ein Gutes Neues Jahr wünschen. Glück, Gesundheit, und vielleicht können Tina und ich mit unseren Reise-Erlebnissen Euch ein bisschen Inspiration in diesem Jahr geben. Silvester haben wir auf einem Campingplatz nahe Kimberley verbracht. Um Mitternacht hörten wir das Ploppen einer einzigen Champagner-Flasche, ansonsten war es ruhig. Wir verbrachten den Abend mit einem Unternehmer aus Kapstadt, und wir bekomen immer mehr Informationen über Südafrika und ein besseres Verständnis für die Menschen und ihre Lebensverhältnisse. Dadurch, dass hier Ferien sind, sind die Campingplätze ziemlich voll und wir bekommen durch unser auffälliges Auto mit deutschem Kennzeichen immer schnell Kontakt. Wir haben das größte von Menschenhand gebuddelte Loch der Erde besichtigt, die Diamantenmine in Kimberley und sind weiter Richtung Lesotho gefahren. Nach der Grenze ändert sich das Bild sofort. Anstatt Zäune gibt es Hirten. Es wird intensiver Landwirtschaft betrieben als in Südafrika, und es ist grüner. Es ist Hochland, die Landschaft ist spektakulär. Und wir sehen keine Weißen mehr. An der Grenze bekommen wir eine Touristen-Karte und wir machen uns auf den Weg um Felsmalereien zu besichtigen. Wir finden den Ort, aber nirgends einen Hinweis. Weiter geht es zu Dinosaurier-Spuren. Wir fragen uns durch, keiner weiß etwas von diesen Spuren, aber immerhin kann man uns den Weg zu dem Ort beschreiben, der auf der Karte angegeben ist. Wir fahren die kleine Piste, fragen Menschen, aber finden nichts. Als wir kehrtmachen kommt uns in rasantem Tempo ein Landrover entgegen - der erste Weiße, den wir in Lesotho sehen. Er zeigt uns den Weg zu den Spuren - es ist nichts ausgeschildert oder beschrieben, man läuft über eine Felsplatte und sucht sich die Abdrücke der Riesenechsen. Und er lädt uns ein, zu seiner Missionsstation, wo wir jetzt sind. Es geht nicht in erster Linie um Missionierung, sondern um ein Landwirtschaftliches Projekt, dass es den Bauern ermöglichen soll ohne teuren Dünger und Pflanzenschutz auszukommen, und gleichzeitig die fortschreitende Bodenerosion zu verhindern. Wir schauen uns alles an, lassen uns alles erklären und von der Begeisterung anstecken. Es gibt abends einen fantastischen Braai - Springbok und selbstgemacht Wurst - in geselliger Runde. Heute morgen ging es zuerst in einem uralten, verbeulten Landrover offroad durch das Tal. Wirkonnten uns nochmals ein Bild vom Fortschritt des Projektes machen, danach nahmen wir am Gottesdienst teil. Dieser war in der Sprache Lesothos - Sesotho - und unglaublich herzlich. Wir wurden vom Pastor persönlich begrüßt, mussten uns vorstellen und wurden nach vorne gebeten. Dann hat uns die gesamte Gemeinde mit afrikanischem Gesang und stampfenden Tanz einzeln per handschlag begrüßt. Mehrfach wurde während des Gottesdienstes für uns und unsere Reise gebetet. Glücklicherweise hat uns August immer erklärt, was gerade stattfand. Unglaublich, diese Herzlichkeit, Offenheit, Einfachheit und die natürliche Spiritualität dieser Menschen. Jetzt fühlen wir uns im "richtigen" Afrika angekommen.

Tina hat im neuen Jahr schon wieder mächtig Schwein
Tina hat im neuen Jahr schon wieder mächtig Schwein

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