Das Tor nach Asien

Relativ spät kommen wir in Alexandropolis an der Mittelmeerküste an. Hinzu kommt die Zeitverschiebung, schließlich sind wir schon ganz schön weit Richtung Osten gefahren. Wir finden den "best organized Campground in Greece" wie die bescheidene Eigenwerbung lautet. Uns ist die Übertreibung egal, hauptsache einen Stellplatz, (einigermaßen) saubere Toiletten und heißes Wasser in den Duschen. Und das haben wir hier.

Wir fahren noch "downtown" Alexandropolis, wo wir original griechisch in einem original Armenischen Restaurant eine original internationale Grillplatte essen und rotes griechisches (mazedonisches?) Bier dazu trinken. Die Kulturen vermischen sich nicht nur während unserer Fahrt, sondern auch hier beim Abendessen.

Eine unserer täglichen Sonderprüfungen besteht ja darin, täglich eine Landes-Spezialität zu essen und diese mit Bild und Rezept zu dokumentieren. Notfalls muss man halt sein eigenes Essen dokumentieren. Hier haben wir jetzt aber wieder die Gelegenheit mit Koch, Küche und deren Kreativität direkt in Kontakt zu kommen. Wobei einen Fleischspieß zu grillen keine echte Herausforderung ist. Die Zubereitung der würzigen Peperonisause schon eher. Karim, der Koch und Grillmeister hält sich zurück. Jahrtausende Jahre alte Traditionen ranken sich um Gewürze und Zubereitung "too difficult to explain and too short time tonight..." Naja, dann halt eben noch ein rotes Bier...

 

Am Morgen treffen wir noch ein anderes Team auf dem Campingplatz. Wir sind also nicht die letzten (vielleicht die zweitletzten?). Wir bekommen wunderbare Sandwiches in einer Konditorei und die Chefin macht uns vier Greek Coffee auf ihrem Bunzenbrenner hinter der Konditortheke und lässt dafür die anderen Kunden lieber etwas länger warten. Das ist aber halb so schlimm, weil der ein oder andere will dann doch gerne wissen, woher, wohin, wieso, weshalb.

Endlich losgefahren, noch ein Stopp. Wir gehen jetzt endlich die Postkarte für Prinzessin Basmah kaufen, mit dazugehöriger Marke und natürlich griechischen Wein und Wasser.

 

Jetzt aber, wieder auf die Straße, die im Vergleich zu dem, was wir die letzten Tage gewohnt sind, heimische A5 Gefühle aufkommen läßt. Wir kommen zügig voran, nur Esmeralda verliert die ihr extra angepassten Sonnenblenden eines BMW... Auch durch Istanbul kommen wir problemlos zum vereinbarten Treffpunkt, der Zentrale des türkischen Fernsehens. Souverän geleiten uns die schweizer Teamgefährten ohne einen Fehler direkt zum Gebäude - nur mit Hilfe eines 15 Jahre alten Istanbul-Reiseführers - Respekt. Ich kann nur sagen: Forget your Garmin, just take Heinz und Matthias!

 

Hier ist die Hölle los. Eine Unmenge inzwischen verdreckter, teilweise verbeulter, reparierter, abenteuerlich aussehender Rallye-Autos parkt auf dem Vorplatz. Die meisten sind tatsächlich erst heute angekommen. Gestern war zu Ehren der Rallye ein großes Fest, und nur 30 Teilnehmer waren anwesend, hat man uns erzählt. Die Stimmung ist natürlich bombig, alle sind stolz auf sich, un darauf die erste Etappe der Rallye geschafft zu haben. Und das Wetter tut natürlich das seinige dazu, dass die Stimmung sonnig ist.

Übrigens, hatte ich schon erwähnt, dass wir bislang nur Sonnenschein hatten?

Wir übernachten heute nicht im oder auf dem Auto, sondern haben uns ein kleines Hotel in der Nähe des morgigen "Le Mans-Starts" genommen. Heute müssen wir übrigens noch ein türkisches Lied lernen, das wir morgen in Ankara dem Fernsehen vorsingen dürfen. Das wird dann landesweit übertragen und in YouTube gestellt. Ihr könnt Euch vorstellen, wie saumäßig wir uns auf diese Aufgabe freuen.

Die perfekte Abenteuer-Ausrüstung
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Greek Coffee und Sandwiches
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taeglıche Routıne: Benzın, Öl, Wasser, etc. kontrollıeren
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Lesekatze ın Istanbul
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